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Wirtschaft

Acht Oppositions­anträge zur Rüstungs­export­politik debattiert

Der Bundestag hat sich am Donnerstag, 14. November 2019, mit  acht Oppositionsanträgen zur Rüstungsexportpolitik. Erstmals berieten die Abgeordneten über einen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel „Lücken bei der Rüstungskontrolle schließen – Kontrollpflicht für die technische Unterstützung von Rüstungsproduktion erweitern, Rüstungskontrolle auch bei kritischen Unternehmenserwerben und -beteiligungen im Ausland einführen“ (19/14917), der federführend im Wirtschaftsausschuss beraten wird. Die Antragsteller wollten die Federführung beim Auswärtigen Ausschuss, konnten sich gegen die Mehrheit der übrigen Fraktionen in der Abstimmung aber nicht durchsetzen. 

Weitere Oppositionsanträge

Erstmals beraten wurden auch ein erster Antrag der Linksfraktion „Militärische Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien umgehend beenden“ (19/11236) sowie zweiter Linken-Antrag mit dem Titel „Weitere Aufrüstung Algeriens stoppen“ (19/10291), ein dritter Antrag der Linken mit dem Titel „Rüstungsexportkontrollen nicht aushebeln – Keinen Missbrauch der europäischen Friedensidee“ (19/15048), ein Antrag der FDP mit dem Titel „Systematisches Wissen über die Folgen von Rüstungsexporten erarbeiten – Deutscher Rüstungsexportpolitik einen Kompass geben“ (19/7457) und ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen für ein „Deutsch-Französisches Abkommen im Rüstungsbereich – Einschränkungen der deutschen Exportkontrolle verhindern“ (19/15077). 

Alle diese Anträge werden federführend im Wirtschaftsausschuss beraten. Bei drei Anträgen (19/10291, 19/15048, 19/15077) hatten die Antragsteller die Federführung beim Auswärtigen Ausschuss verlangt, konnten sich in der Abstimmung aber nicht gegen die Mehrheit der übrigen Fraktionen durchsetzen.

Gemeinsamer Antrag der Linken und Grünen

Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen stellen zwei Regelungslücken im System der deutschen Rüstungsexportkontrolle fest. Diese beträfen zum einen den Export von technischer Unterstützung, zum anderen die Kontrollmöglichkeiten im Fall von Investitionen deutscher Rüstungsunternehmen in ausländische Rüstungsunternehmen. Deutsche Rüstungsunternehmen könnten ohne Genehmigung im Ausland wirtschaftlich tätig sein, Kriegswaffen und sonstige Rüstungsgüter entwickeln und produzieren und damit die Rüstungsexportkontrollpolitik der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union unterlaufen.

Die Fraktionen fordern die Bundesregierung auf, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, um das Außenwirtschaftsgesetz (AWG) und die Außenwirtschaftsverordnung (AWV) dahingehend zu ändern, dass der Genehmigungsvorbehalt für die technische Unterstützung in Drittländern über die in den Paragrafen 49 und 50 der AWV genannten Fälle hinaus für alle Fälle einer militärischen Endverwendung gilt. Auch müsse eine Prüfung im Sinne der Paragrafen 55 und 56 der AWV durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung eines inländischen Unternehmens an einem ausländischen Rüstungsunternehmen stattfinden. Falls notwendig, sei dafür eine Ermächtigungsgrundlage im AWG zu schaffen.

Erster Antrag der Linken

Die Linke fordert die Bundesregierung auf, die militärische Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien umgehend zu beenden (19/11235). Das Land sei nicht nur eine der führenden Parteien im Jemen-Krieg, die Menschenrechtslage im Königreich stelle sich weiter als überaus prekär dar, schreiben die Abgeordneten.

Die Ausbildung saudischer Offiziere, „bei denen man davon ausgehen muss, dass sie ihr Wissen ebenfalls für die Unterdrückung der Menschenrechte und für den Krieg im Jemen einsetzen werden, muss sofort eingestellt werden“, heißt es in dem Antrag. Die Bundesregierung solle aufgefordert werden, das 2017 geschlossene Abkommen mit dem Königreich Saudi-Arabien zur Ausbildung saudischer Offiziere in Deutschland umgehend und mit sofortiger Wirkung aufzukündigen.

Zweiter Antrag der Linken

Die Fraktion Die Linke wendet sich in ihrem zweiten Antrag (19/10291) gegen die weitere Aufrüstung Algeriens. Darin fordert sie die Bundesregierung auf, „keine Genehmigungen für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern nach Algerien mehr zu erteilen, sowie umgehend alle diesbezüglich bereits erteilten Genehmigungen unverzüglich zu widerrufen“. Das nordafrikanische Land befinde sich in einem politischen Umbruch.

Noch sei unklar, welche Kräfte sich bei Wahlen nach dem Rücktritt von Präsident Abdelaziz Bouteflika durchsetzen werden und wie die Rolle des algerischen Militärs sein wird. Algerien sei seit Jahren einer der besten Abnehmer deutscher Rüstungsexporte, obwohl es weder Nato- noch EU-Mitglied ist, schreiben die Abgeordneten.

Dritter Antrag der Linken

In ihrem dritten Antrag (19/15048) fordert Die Linke die Bundesregierung auf, sich mit der französischen Regierung auf europäischer EU-Ebene für einen generellen Stopp aller Rüstungsexporte einzusetzen. Die Rüstungsexporte in Konfliktgebiete und an Staaten mit hoch problematischer Menschenrechtslage und Kriegsparteien im Jemen, wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten, sollten sofort gestoppt und bei diesen Staaten auch keine neuen Genehmigungen mehr erteilt werden.

Angesichts des „völkerrechtswidrigen Einmarsches“ und der Menschenrechtslage in der Türkei sollten keine Genehmigungen für Rüstungsexporte in die Türkei mehr erteilt werden, heißt es in dem Antrag. Die erteilten Genehmigungen seien zu widerrufen und tatsächliche Ausfuhren umgehend einzustellen. Bei der französischen Regierung solle sich die Bundesregierung dafür einsetzen, diesem Beispiel zu folgen.

Antrag der FDP

Die Debatten um die Folgen von rüstungsexportpolitischen Entscheidungen sollten nach Ansicht der FDP-Fraktion (19/7457) auf eine fundiertere Wissensgrundlage gestellt werden. Daher fordern die Abgeordneten in einem Antrag, systematisches Wissen über die Folgen von Rüstung und Rüstungsexporten zu erlangen. „Die Entscheidungsfähigkeit Deutschlands muss bei diesem Thema auf eine tragfähige Wissensgrundlage gestellt werden“, schreiben die Abgeordneten.

Sie plädieren für ein Forschungsprogramm, das Rüstungsexporte und seine Folgen aus außenpolitischer, sicherheitspolitischer, volkswirtschaftlicher und technologischer Sicht betrachtet. Außerdem gehe es um eine Länder- und Regionalstrategie, die nach Sicherheitslage und -interessen differenziert ist. Damit könnten Rüstungsexporte explizit als Mittel politischer Einflussnahme sinnvoll in die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik integriert werden, so die Abgeordneten.

Antrag der Grünen

Die Grünen fordern in ihem Antrag (19/15077), klarzustellen, dass die Politischen Grundsätze der Bundesregierung für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern ohne Abstriche weiterhin gelten, auch bei regierungsseitigen Gemeinschaftsprojekten oder bei industrieller Zusammenarbeit mit französischen Partnern. Dem Bundestag solle die Regierung ihre Politischen Grundsätze für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern in Form eines Rüstungsexportkontrollgesetzes vorlegen.

Darüber hinaus müsse sich die Regierung für eine einheitliche und strenge Auslegung des Gemeinsamen Standpunktes des Rates der Europäischen Union vom 8. Dezember 2008 betreffend gemeinsame Regeln für die Kontrolle der Ausfuhr von Militärtechnologie und Militärgütern einsetzen. Bei Verstößen sollten Sanktionsmöglichkeiten durch ein europäisches Aufsichtsorgan gewährleistet sein.

Zwei Anträge der Linken abgelehnt

Abgelehnt wurden zwei weitere Anträge der Linken  mit den Titeln „Exporte von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern nach Ägypten stoppen“ (19/10152) und „Keine Waffen an Konfliktparteien – Rüstungsexporte an Indien und Pakistan stoppen“ (19/14151). Dazu lag eine Beschlussempfehlung der Wirtschaftsausschusses vor (19/15165).

Beide Anträge lehnten CDU/CSU, SPD und FDP ab, die Linksfraktion und die Grünen stimmten ihm zu, die AfD enthielt sich.

Linken-Antrag zu Ägypten

Im ersten abgelehnten Antrag mit dem Titel „Exporte von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern nach Ägypten stoppen“ (19/10152) forderte die Fraktion, keine Kriegswaffen oder weitere Rüstungsgüter nach Ägypten zu liefern. In dem Land gehe der frühere Armeechef Abdel Fattah al-Sisi seit Jahren gegen Kritiker und Oppositionelle vor, erklären die Abgeordneten in einem Antrag. Es komme zu zahlreichen Menschenrechtsverletzungen, auch sei die Zahl der verhängten Todesurteile in den vergangenen zwei Jahren drastisch angestiegen.

Außerdem beteilige sich Ägypten am Jemen-Krieg. Daher dürfe die Bundesregierung keine Genehmigungen für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern nach Ägypten mehr erteilen. Zudem müssten alle bisher erteilten Genehmigungen unverzüglich widerrufen werden.

Linken-Antrag zu Indien und Pakistan

Der zweite abgelehnte Antrag der Linksfraktion trug den Titel „Keine Waffen an Konfliktparteien – Rüstungsexporte an Indien und Pakistan stoppen“ (19/14151). Darin forderte die Fraktion, die Bundesregierung dürfe keine Genehmigungen für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern nach Indien und Pakistan mehr erteilen.

Zur Begründung heißt es unter anderem, der Konflikt zwischen den Atommächten Indien und Pakistan sei in den letzten Wochen eskaliert. Wegen der fragilen Lage müssten Waffenlieferungen umgehend eingestellt werden. (ahe/pez/sas/14.11.2019)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Thomas Oppermann

Thomas Oppermann

© SPD-Parteivorstand/ Susie Knoll

Oppermann, Thomas

Bundestagsvizepräsident

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Sevim Dağdelen

Sevim Dağdelen

© DBT / Inga Haar

Dagdelen, Sevim

Die Linke

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Klaus-Peter Willsch

Klaus-Peter Willsch

© Tobias Koch

Willsch, Klaus-Peter

CDU/CSU

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Hansjörg Müller

Hansjörg Müller

© DBT/ Julia Nowak

Müller, Hansjörg

AfD

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Frank Junge

Frank Junge

© SPD-Fraktion

Junge, Frank

SPD

()
Sandra Weeser

Sandra Weeser

© Sandra Weeser/Teresa Marenzi

Weeser, Sandra

FDP

()
Katja Keul

Katja Keul

© DBT/Thomas Koehler

Keul, Katja

Bündnis 90/Die Grünen

()
Bernhard Loos

Bernhard Loos

© Deutscher Bundestag/ Inga Haar

Loos, Bernhard

CDU/CSU

()
Karl-Heinz Brunner

Karl-Heinz Brunner

© DBT/Thomas Trutschel

Brunner, Dr. Karl-Heinz

SPD

()
Gisela Manderla

Gisela Manderla

© Deutscher Bundestag / Inga Haar

Manderla, Gisela

CDU/CSU

()
Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

()

Dokumente

  • 19/7457 - Antrag: Systematisches Wissen über die Folgen von Rüstungsexporten erarbeiten - Deutscher Rüstungsexportpolitik einen Kompass geben
    PDF | 133 KB — Status: 30.01.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/10152 - Antrag: Exporte von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern nach Ägypten stoppen
    PDF | 149 KB — Status: 14.05.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/10291 - Antrag: Weitere Aufrüstung Algeriens stoppen
    PDF | 141 KB — Status: 16.05.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/11235 - Antrag: Für eine bessere Bahn - Ausstieg und Umstieg bei Stuttgart 21
    PDF | 161 KB — Status: 27.06.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/11236 - Antrag: Militärische Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien umgehend beenden
    PDF | 140 KB — Status: 27.06.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/14151 - Antrag: Keine Waffen an Konfliktparteien - Rüstungsexporte an Indien und Pakistan stoppen
    PDF | 245 KB — Status: 17.10.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/14917 - Antrag: Lücken bei der Rüstungsexportkontrolle schließen - Kontrollpflicht für die technische Unterstützung von Rüstungsproduktion erweitern, Rüstungsexportkontrolle auch bei kritischen Unternehmenserwerben und -beteiligungen im Ausland einführen
    PDF | 273 KB — Status: 08.11.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/15048 - Antrag: Rüstungsexporte stoppen - Missbrauch der europäischen Friedensidee verhindern
    PDF | 268 KB — Status: 12.11.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/15077 - Antrag: Deutsch-französisches Abkommen im Rüstungsbereich - Einschränkungen in der deutschen Exportkontrolle verhindern
    PDF | 236 KB — Status: 13.11.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/15165 - Beschlussempfehlung und Bericht: a) zu dem Antrag der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Heike Hänsel, Michel Brandt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 19/10152 - Exporte von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern nach Ägypten stoppen b) zu dem Antrag der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Heike Hänsel, Michel Brandt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 19/14152 - Keine Waffen an Konfliktparteien - Rüstungsexporte an Indien und Pakistan stoppen
    PDF | 269 KB — Status: 13.11.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überweisung 19/14917, 19/10291, 19/15077, 19/15048 beschlossen
  • Überweisung 19/11236, 19/7457 beschlossen
  • Beschlussempfehlung 19/15165 Buchstabe a (Antrag 19/10152 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/15165 Buchstabe b (Antrag 19/14151 ablehnen) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Online-Dienste

Wirtschaft

Anträge der Linken und Grünen für ein Türkei-Waffen­embargo beraten

Der Bundestag hat am Freitag, 29. Januar 2021, eine halbe Stunde Anträge von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke für ein Waffenembargo gegen die Türkei erörtert. So fordern die Grünen konkret, die Genehmigung für U-Boote an die Türkei zu widerrufen (19/23732); die Linksfraktion dringt darauf, keine Waffen mehr an die Türkei zu liefern (19/24449). Die beiden Anträge wurden im Anschluss zur weiteren Beratung an den federführenden Wirtschaftsausschuss überwiesen, obwohl die antragstellenden Fraktionen die Federführung beim Auswärtigen Ausschuss beantragt hatten. Sie konnten sich gegen die Mehrheit der übrigen Fraktionen allerdings nicht durchsetzen.

Bei Enthaltung der AfD-Fraktion lehnte der Bundestag zudem einen gemeinsamen Antrag der Linken und der Grünen ab, mit dem sie darauf dringen, „Lücken bei der Rüstungskontrolle zu schließen“ (19/14917). CDU/CSU, SPD und FDP stimmten gegen diesen Antrag, zu dem eine Beschlussempfehlung des Wirtschaftsausschusses vorlag (19/25031 Buchstabe c).

Antrag der Grünen

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will einen bereits genehmigten Export von U-Booten an die Türkei widerrufen und setzt sich für ein Waffenembargo der EU gegen die Türkei ein (19/23732). Seit Monaten eskaliere der Konflikt zwischen der Türkei und der EU im östlichen Mittelmeer, wo die Türkei Seerechtsgebiete beanspruche, die auch von Griechenland beansprucht würden. „Dabei werden seitens der Türkei auch militärische Drohungen gegen den Nato-Partner und EU-Mitgliedstaat Griechenland ausgesprochen und Kriegsschiffe an der europäischen Außengrenze in Position gebracht“, heißt es in dem Antrag.

Es sei „sicherheitspolitisch und menschenrechtspolitisch unverantwortlich, dass Deutschland weiterhin an der Lieferung von U-Booten an die Türkei festhält, während Präsident Erdoğan den Nato-Partner und EU-Mitgliedstaat Griechenland militärisch bedroht, grundlegende Standards bei Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie im eigenen Land missachtet und an seiner völkerrechtswidrigen Politik in Syrien und Libyen festhält“, schreiben die Abgeordneten. Die Bundesregierung wird unter anderem aufgefordert, die Auslieferung aller Kriegswaffen, einschließlich des maritimen Bereichs, an die Türkei zu stoppen und die 2009 erteilte Genehmigung für einen Export von sechs Jagd-U-Booten der Klasse 214 des Herstellers ThyssenKrupp Marine Systems zu widerrufen. Außerdem soll sich die Bundesregierung auf europäischer Ebene für ein Waffenembargo der EU gegen die Türkei einsetzen.

Antrag der Linken

Die Fraktion Die Linke dringt auf ein Waffenembargo gegen die Türkei. Die Abgeordneten fordern die Bundesregierung auf, die Auslieferung aller Kriegswaffen, einschließlich Bauteile, technischer Komponenten und Know-how an die Türkei zu stoppen und sämtliche erteilte Genehmigungen zu widerrufen (19/24449). Das Exportverbot solle sich auch auf Güter und Know-how aus Deutschland erstrecken, die dem Aufbau einer türkischen Rüstungsindustrie dienen könnten. Auch dürfe die Bundesregierung in der EU ein generelles Waffenembargo gegen die Türkei nicht länger blockieren, sondern müsse sich aktiv dafür einsetzen.

Die Abgeordneten begründen ihre Forderung unter anderem mit dem Verweis auf eine aggressive Haltung der Türkei gegenüber EU-Ländern wie Griechenland und Zypern, einen „neo-osmanischen Großmachtanspruch, der sich von Nordafrika bis Zentralasien erstreckt“ sowie auf militärische Unterstützung für Kriegsparteien durch die Türkei und den Transfer islamistischer Dschihadisten in Kriegsgebiete, etwa nach Syrien, Libyen oder Berg-Karabach. 

Abgelehnter gemeinsamer Antrag der Linken und Grünen

Gemeinsam drangen die Linksfraktion und die Grünen in ihrem abgelehnten Antrag (19/14917) darauf, Schlupflöcher in den Rüstungsexportlinien zu schließen. Die Bundesregierung sollte deshalb per Gesetz festlegen, dass der Genehmigungsvorbehalt für die Technische Unterstützung in Drittstaaten (Staaten außerhalb von EU-, Nato- und Nato-gleichgestellten Staaten) für alle Fälle einer Endverwendung gilt, so die Abgeordneten. Darüber hinaus müssten die Investitionen deutscher Rüstungsunternehmen in ausländische Rüstungsunternehmen strikter kontrolliert werden.

Die Regelungslücken würden nicht durch die jüngst überarbeiteten Grundsätze für Rüstungsexporte geschlossen, hieß es zur Begründung. Sie könnten in der Praxis dazu führen, dass sich deutsche Rüstungsunternehmen an ausländischen beteiligen und eigene dorthin entsandte Mitarbeiter technische Unterstützung leisten. „Diese Kombination aus Ressourcen- bzw. Kapital- und Wissenszufluss ermöglicht beziehungsweise erleichtert es deutschen Unternehmen, im Ausland über ein Beteiligungsunternehmen Rüstungsgüter zu entwickeln, zu produzieren und unabhängig von deutschen Rüstungsexport und -kontrollvorschriften diese Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgüter auch in Kriegs- und Krisenregionen zu liefern“, erklärten die Abgeordneten weiter. (ahe/pez/sas/29.01.2021)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Claudia Roth

Claudia Roth

© Claudia Roth/ Kristian Schuller

Roth (Augsburg), Claudia

Bundestagsvizepräsidentin

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Katja Keul

Katja Keul

© DBT/Thomas Koehler

Keul, Katja

Bündnis 90/Die Grünen

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Klaus-Peter Willsch

Klaus-Peter Willsch

© Tobias Koch

Willsch, Klaus-Peter

CDU/CSU

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Prof. Dr. Lothar Maier

Prof. Dr. Lothar Maier

© Lothar Maier

Maier, Prof. Dr. Lothar

AfD

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Hagen Reinhold

Hagen Reinhold

© DBT / Inga Haar

Reinhold, Hagen

FDP

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Sevim Dağdelen

Sevim Dağdelen

© DBT / Inga Haar

Dagdelen, Sevim

Die Linke

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Gisela Manderla

Gisela Manderla

© Deutscher Bundestag / Inga Haar

Manderla, Gisela

CDU/CSU

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Claudia Roth

Claudia Roth

© Claudia Roth/ Kristian Schuller

Roth (Augsburg), Claudia

Bundestagsvizepräsidentin

()

Dokumente

  • 19/14917 - Antrag: Lücken bei der Rüstungsexportkontrolle schließen - Kontrollpflicht für die technische Unterstützung von Rüstungsproduktion erweitern, Rüstungsexportkontrolle auch bei kritischen Unternehmenserwerben und -beteiligungen im Ausland einführen
    PDF | 273 KB — Status: 08.11.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/23732 - Antrag: Die Genehmigung für U-Boote an die Türkei widerrufen
    PDF | 298 KB — Status: 28.10.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24449 - Antrag: Keine Waffen für die Türkei
    PDF | 300 KB — Status: 18.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/25031 - Beschlussempfehlung und Bericht: a) zu dem Antrag der Abgeordneten der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Heike Hänsel, Michel Brandt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 19/15048 - Rüstungsexporte stoppen - Missbrauch der europäischen Friedensidee verhindern b) zu dem Antrag der Abgeordneten Stefan Liebich, Heike Hänsel, Michel Brandt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 19/10291 - Weitere Aufrüstung Algeriens stoppen c) zu dem Antrag der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Heike Hänsel, Michel Brandt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. sowie der Abgeordneten Katja Keul, Agnieszka Brugger, Katharina Dröge, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 19/14917 - Lücken bei der Rüstungsexportkontrolle schließen - Kontrollpflicht für die technische Unterstützung von Rüstungsproduktion erweitern, Rüstungsexportkontrolle auch bei kritischen Unternehmenserwerben und -beteiligungen im Ausland einführen
    PDF | 309 KB — Status: 08.12.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Reden zu Protokoll: Junge, Frank (SPD)
  • Überweisung 19/23732, 19/24449 beschlossen
  • Beschlussempfehlung 19/25031 Buchstabe c (Antrag 19/14917 ablehnen) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Online-Dienste

Wirtschaft

Anträge der Linken und Grünen zu Waffen­exporten abgelehnt

Parlamentarische Initiativen der Linksfraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Waffenexporte wurden am Donnerstag, 10. Juni 2021, vom Bundestag abgelehnt. Der Antrag der Fraktion Die Linke mit dem Titel „Keine Waffen für die Türkei“ (19/24449) wurde mit den Stimmen der CDU/CSU, SPD und FDP gegen die Stimmen der Fraktion Die Linke bei Stimmenthaltung der AfD und Bündnis 90/Die Grünen zurückgewiesen. Ein Antrag der Grünen mit den Titel „Die Genehmigung für U-Boote an die Türkei widerrufen“ (19/23732) wurde mit den Stimmen der CDU/CSU, SPD und FDP gegen die Stimmen der Linksfraktion und Grünen bei Stimmenthaltung der AfD abgelehnt. Beide Entscheidungen basierten auf einer Empfehlung des Wirtschaftsausschusses (19/28080). 

Ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel „Deutsch-französisches Abkommen im Rüstungsbereich – Einschränkungen der deutschen Exportkontrolle verhindern“ (19/15077) wurde mit den Stimmen der CDU/CSU, SPD, AfD und FDP gegen die Stimmen der Grünen bei Enthaltung der Linksfraktion abgelehnt. Der Entscheidung lag eine Beschlussempfehlung des Wirtschaftsausschusses (19/16681 Buchstabe b) zugrunde. Direkt abgelehnt wurde ein zweiter Antrag der Linken mit dem Titel „Waffenexporte stoppen und gesetzlich verbieten“ (19/29963).

Abgelehnt wurden zudem drei weitere Anträge der Linken. Der Antrag mit den Titel „Rüstungsexport stoppen – Missbrauch der europäischen Friedensidee verhindern“ (19/15048) wurde von CDU/CSU, SPD, AfD, FDP und Grüne gegen die Stimmen Linksfraktion und eine Antrag mit dem Titel „Weitere Aufrüstung Algeriens stoppen“ (19/10291) wurde von CDU/CSU, SPD, AfD und FDP gegen die Stimmen der Linksfraktion und Grünen zurückgewiesen. Beiden Abstimmungen lag eine Beschlussempfehlung des Wirtschaftsausschusses (19/25031) zugrunde.

Mit breiter Mehrheit direkt abgelehnt wurde ein Antrag der Linksfraktion zum Vorschlag für eine EU-Verordnung zur Einrichtung des Europäischen Verteidigungsfonds (Ratsdokument 14285 / 20), in dem die Bundesregierung zu einer Subsidiaritätsklage gegenüber Brüssel aufgefordert wird (19/27962).

Erster Antrag der Linken

Auch die Fraktion Die Linke drang in ihrem ersten abgelehnten Antrag (19/24449) auf ein Waffenembargo gegen die Türkei. Die Abgeordneten forderten die Bundesregierung in ihrem ersten Antrag (19/24449) auf, die Auslieferung aller Kriegswaffen, einschließlich Bauteile, technischer Komponenten und Know-how an die Türkei zu stoppen und sämtliche erteilte Genehmigungen zu widerrufen. Das Exportverbot sollte sich auch auf Güter und Know-how aus Deutschland erstrecken, die dem Aufbau einer türkischen Rüstungsindustrie dienen könnten. Auch dürfe die Bundesregierung in der EU ein generelles Waffenembargo gegen die Türkei nicht länger blockieren, sondern müsse sich aktiv dafür einsetzen.

Die Abgeordneten begründeten ihre Forderung unter anderem mit dem Verweis auf eine aggressive Haltung der Türkei gegenüber EU-Ländern wie Griechenland und Zypern, einen „neo-osmanischen Großmachtanspruch, der sich von Nordafrika bis Zentralasien erstreckt“ sowie auf militärische Unterstützung für Kriegsparteien durch die Türkei und den Transfer islamistischer Dschihadisten in Kriegsgebiete, etwa nach Syrien, Libyen oder Berg-Karabach. 

Zweiter Antrag der Linken

Die Fraktion Die Linke drang in ihrem zweiten abgelehnten Antrag (19/29963) auf einen generellen Stopp von Waffenexporten. Darin forderte sie die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Ausfuhr von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern verbietet. Außerdem sollte es nicht mehr möglich sein, „Fertigungs-, Herstellungs- und Technologieunterlagen, Herstellungsausrüstung sowie Komponenten zur Herstellung von Rüstungsgütern“ zu exportieren.

Die Abgeordneten verwiesen darauf, dass Deutschland viertgrößter Rüstungsexporteur der Welt sei. Das, was die kaufende Regierung mit einmal gelieferten Waffen tue, könne weder beeinflusst noch tatsächlich kontrolliert werden. Zudem würden gegenwärtig die Weichen für eine Europäisierung der Rüstungsproduktion gestellt. Es bestehe die Gefahr, dass dadurch deutsche Rüstungsexportregelungen unterlaufen werden.

Dritter Antrag der Linken

In ihrem dritten abgelehnten Antrag (19/15048) setzte sich die Linksfraktion für einen generellen Stopp aller Rüstungsgüter auf EU-Ebene ein und wandte sich gegen ein Abkommen zwischen Deutschland und Frankreich über Ausfuhrkontrollen im Rüstungsbereich. Statt der zwischen beiden Ländern vereinbarten Etablierung einer gemeinsamen Exportpolitik für gemeinsame Rüstungsgüter sei eine deutsch-französische Zusammenarbeit gefragt, die auf Abrüstung und eine friedliche Außenpolitik zielt. Die Bundesregierung sollte aufgefordert werden, sich bei der französischen Regierung dafür einzusetzen, die Rüstungsexporte in Konfliktgebiete und an Staaten mit problematischer Menschenrechtslage und Kriegsparteien im Jemen, wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten zu stoppen und diesen Staaten keine neuen Genehmigungen zu erteilen.

Die Bundesregierung sollte außerdem die Erleichterung von Rüstungsexporten aus gemeinsamer Rüstungsproduktion gegenüber den Exportkontrollregeln, die in Deutschland bestehen, ausschließen und stattdessen die Verständigung auf einen generellen Stopp von Waffenexporten anstreben. Gefordert wurde außerdem, Gesetzeslücken, die es deutschen Rüstungsunternehmen ermöglichen würden, die deutschen Gesetze zu umgehen, auf nationaler und internationaler Ebene zu schließen.

Vierter Antrag der Linken

Die Fraktion Die Linke wandte sich in ihrem vierten abgelehnten Antrag (19/10291) gegen die weitere Aufrüstung Algeriens. Sie forderte die Bundesregierung auf, „keine Genehmigungen für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern nach Algerien mehr zu erteilen, sowie umgehend alle diesbezüglich bereits erteilten Genehmigungen unverzüglich zu widerrufen“.

Das nordafrikanische Land befinde sich in einem politischen Umbruch. Noch sei unklar, welche Kräfte sich bei Wahlen nach dem Rücktritt von Präsident Abdelaziz Bouteflika durchsetzen werden und wie die Rolle des algerischen Militärs sein wird. Algerien sei seit Jahren einer der besten Abnehmer deutscher Rüstungsexporte, obwohl es weder Nato- noch EU-Mitglied ist, schrieben die Abgeordneten.

Fünfer Antrag der Linken

Die Bundesregierung sollte nach dem Willen der Linken (19/27962) eine Subsidiaritätsklage gegen die EU-Verordnung zur Einrichtung des Europäischen Verteidigungsfonds (EVF) an den Gerichtshof der Europäischen Union übermitteln. Die Verordnung sei ein „Ultra-vires-Akt“, da mit ihr in evidenter Weise zentrale Kompetenznormen des EU-Rechts und damit auch das Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung verletzt würden, schrieben die Abgeordneten. Sie beinhalte eine qualifizierte Kompetenzverletzung, „die strukturell bedeutsam ist, weil sie die demokratische Kontrolle des Verteidigungswesens durch den Bundestag teilweise verunmöglicht“ und verletze zugleich die Verfassungsidentität, da sie die parlamentarische Kontrolle in Bezug auf die Rüstungsindustrie beziehungsweise rüstungsindustriepolitischer Vorhaben aushöhle, urteilte die Fraktion.

Der Bundestag müsse Klage gegen die Verordnung erheben, da er andernfalls seiner Integrationsverantwortung, die ihm nach Artikel 23 des Grundgesetzes und dem Integrationsverantwortungsgesetz obliege, nicht nachkomme.

Erster Antrag der Grünen

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wollte mit ihren ersten abgelehnten Antrag (19/23732) einen bereits genehmigten Export von U-Booten an die Türkei widerrufen und setzte sich für ein Waffenembargo der EU gegen die Türkei ein. Seit Monaten eskaliere der Konflikt zwischen der Türkei und der EU im östlichen Mittelmeer, wo die Türkei Seerechtsgebiete beanspruche, die auch von Griechenland beansprucht würden. „Dabei werden seitens der Türkei auch militärische Drohungen gegen den Nato-Partner und EU-Mitgliedstaat Griechenland ausgesprochen und Kriegsschiffe an der europäischen Außengrenze in Position gebracht“, hieß es in dem Antrag.

Es sei „sicherheitspolitisch und menschenrechtspolitisch unverantwortlich, dass Deutschland weiterhin an der Lieferung von U-Booten an die Türkei festhält, während Präsident Erdoğan den Nato-Partner und EU-Mitgliedstaat Griechenland militärisch bedroht, grundlegende Standards bei Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie im eigenen Land missachtet und an seiner völkerrechtswidrigen Politik in Syrien und Libyen festhält“, schrieben die Abgeordneten. Die Bundesregierung wollte unter anderem aufgefordert werden, die Auslieferung aller Kriegswaffen, einschließlich des maritimen Bereichs, an die Türkei zu stoppen und die 2009 erteilte Genehmigung für einen Export von sechs Jagd-U-Booten der Klasse 214 des Herstellers ThyssenKrupp Marine Systems zu widerrufen. Außerdem sollte sich die Bundesregierung auf europäischer Ebene für ein Waffenembargo der EU gegen die Türkei einsetzen.

Zweiter Antrag der Grünen

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sieht in dem Zusatzabkommen zum Aachener Vertrag zu Ausfuhrkontrollen bei deutsch-französischen Rüstungsprojekten einen Verstoß gegen europäisches Recht und einen Widerspruch zu den Rüstungsexportrichtlinien der Bundesregierung. In ihrem zweiten abgelehnten Antrag (19/15077) forderten die Abgeordneten die Regierung auf, klarzustellen, „dass die politischen Grundsätze der Bundesregierung für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern ohne Abstriche weiterhin gelten, auch bei regierungsseitigen Gemeinschaftsprojekten beziehungsweise bei industrieller Zusammenarbeit mit französischen Partnern“.

Außerdem sollte die Regierung dem Bundestag die politischen Grundsätze „endlich in Form eines Rüstungsexportkontrollgesetzes“ vorlegen und sich ferner für eine einheitliche und strenge Auslegung des Gemeinsamen Standpunktes 2008/944/GASP des EU-Rats betreffend der gemeinsamen Regeln für die Kontrolle der Ausfuhr von Militärtechnologie und Militärgütern einsetzen. (ahe/pez/hau/joh/10.06.2021)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Hans-Peter Friedrich

Hans-Peter Friedrich

© DBT / Inga Haar

Friedrich (Hof), Dr. Hans-Peter

Bundestagsvizepräsident

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Sevim Dağdelen

Sevim Dağdelen

© Sevim Dağdelen/Ömür Mermer

Dagdelen, Sevim

Die Linke

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Klaus-Peter Willsch

© Klaus-Peter Willsch / Jan Kopetzky

Willsch, Klaus-Peter

CDU/CSU

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Prof. Dr. Heiko Heßenkemper

Prof. Dr. Heiko Heßenkemper

© Heiko Heßenkemper/Foto Schurich Mittweida

Heßenkemper, Prof. Dr. Heiko

AfD

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Frank Junge

Frank Junge

© SPD-Parteivorstand/ Benno Kraehahn

Junge, Frank

SPD

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Sandra Weeser

Sandra Weeser

© Sandra Weeser/Teresa Marenzi

Weeser, Sandra

FDP

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Katja Keul

© Katja Keul/Rainer Kurzeder

Keul, Katja

Bündnis 90/Die Grünen

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Hans-Peter Friedrich

Hans-Peter Friedrich

© DBT / Inga Haar

Friedrich (Hof), Dr. Hans-Peter

Bundestagsvizepräsident

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Dokumente

  • 19/10291 - Antrag: Weitere Aufrüstung Algeriens stoppen
    PDF | 141 KB — Status: 16.05.2019
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  • 19/15048 - Antrag: Rüstungsexporte stoppen - Missbrauch der europäischen Friedensidee verhindern
    PDF | 268 KB — Status: 12.11.2019
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  • 19/15077 - Antrag: Deutsch-französisches Abkommen im Rüstungsbereich - Einschränkungen in der deutschen Exportkontrolle verhindern
    PDF | 236 KB — Status: 13.11.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/16681 - Beschlussempfehlung und Bericht: a) zu dem Antrag der Abgeordneten Sandra Weeser, Michael Theurer, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP - Drucksache 19/7457 - Systematisches Wissen über die Folgen von Rüstungsexporten erarbeiten - Deutscher Rüstungsexportpolitik einen Kompass geben b) zu dem Antrag der Abgeordneten Katja Keul, Dr. Franziska Brantner, Margarete Bause, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 19/15077 - Deutsch-französisches Abkommen im Rüstungsbereich - Einschränkungen in der deutschen Exportkontrolle verhindern
    PDF | 282 KB — Status: 21.01.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/23732 - Antrag: Die Genehmigung für U-Boote an die Türkei widerrufen
    PDF | 298 KB — Status: 28.10.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24449 - Antrag: Keine Waffen für die Türkei
    PDF | 300 KB — Status: 18.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/25031 - Beschlussempfehlung und Bericht: a) zu dem Antrag der Abgeordneten der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Heike Hänsel, Michel Brandt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 19/15048 - Rüstungsexporte stoppen - Missbrauch der europäischen Friedensidee verhindern b) zu dem Antrag der Abgeordneten Stefan Liebich, Heike Hänsel, Michel Brandt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 19/10291 - Weitere Aufrüstung Algeriens stoppen c) zu dem Antrag der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Heike Hänsel, Michel Brandt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. sowie der Abgeordneten Katja Keul, Agnieszka Brugger, Katharina Dröge, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 19/14917 - Lücken bei der Rüstungsexportkontrolle schließen - Kontrollpflicht für die technische Unterstützung von Rüstungsproduktion erweitern, Rüstungsexportkontrolle auch bei kritischen Unternehmenserwerben und -beteiligungen im Ausland einführen
    PDF | 309 KB — Status: 08.12.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/27962 - Antrag: zu dem Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Einrichtung des Europäischen Verteidigungsfonds Ratsdok.-Nr. 14285/20 Hier: Antrag zur Erhebung einer Subsidiaritätsklage gemäß Artikel 23 Abs. 1a GG i.V. m. § 12 IntVG und Artikel 8 des Protokolls (Nr. 2) über die Anwendungder Grundsätze der Subsidiarität und der Verhältnismäßigkeit
    PDF | 354 KB — Status: 25.03.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/28080 - Beschlussempfehlung und Bericht: a) zu dem Antrag der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Heike Hänsel, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksachen 19/24449 - Keine Waffen für die Türkei b) zu dem Antrag der Abgeordneten Katja Keul, Margarete Bause, Agnieszka Brugger, Kai Gehring, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 19/23732 - Die Genehmigung für U-Boote an die Türkei widerrufen
    PDF | 288 KB — Status: 29.03.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/29963 - Antrag: Waffenexporte stoppen und gesetzlich verbieten
    PDF | 265 KB — Status: 20.05.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Reden zu Protokoll: Loos, Bernhard (CDU/CSU), Brunner, Dr. Karl-Heinz (SPD)


Antrag 19/29963 abgelehnt
Beschlussempfehlung 19/28080 Buchstabe a (Antrag 19/24449 ablehnen) angenommen
Beschlussempfehlung 19/28080 Buchstabe b (Antrag 19/23732 ablehnen) angenommen
Beschlussempfehlung 19/16681 Buchstabe b (Antrag 19/15077 ablehnen) angenommen
Beschlussempfehlung 19/25031 Buchstabe a (Antrag 19/15048 ablehnen) angenommen
Beschlussempfehlung 19/25031 Buchstabe b (Antrag 19/10291 ablehnen) angenommen
Antrag 19/27962 abgelehnt

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Online-Dienste

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Stand: 30.08.2025