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Auswärtiges

Fortsetzung des Bundes­wehreinsatzes in Bosnien und Herzegowina

Die Bundeswehr soll sich weiterhin an der durch die Europäische Union geführten Operation Eufor Althea in Bosnien und Herzegowina beteiligen. Das fordert die Bundesregierung in einem Antrag (20/11413), der am Mittwoch, 5. Juni 2024, erstmals auf der Tagesordnung des Bundestages stand. Nach der Debatte überwiesen die Abgeordneten die Vorlage an die Ausschüsse. Bei den weiteren Beratungen übernimmt der Auswärtige Ausschuss die Federführung. 

Antrag der Bundesregierung 

Zu den vorgesehenen Aufgaben gehören die Unterstützung und Koordination der Ausbildung der bosnischen Streitkräfte, die Unterstützung zur Schaffung eines sicheren Umfelds sowie die Wahrnehmung von Führungs-, Verbindungs-, Beratungs-, Beobachtungs- und Unterstützungsaufgaben. Zentrale Aufgabe von Eufor Althea ist den Angaben zufolge die Unterstützung der weiterhin andauernden und bisher erfolgreichen Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens von 1995. Seither hätten keine Kampfhandlungen in Bosnien und Herzegowina stattgefunden. 

Innenpolitisch sei Bosnien und Herzegowina jedoch weiterhin von Spaltung geprägt, heißt es in der Vorlage. Die staatliche Einheit des Landes werde insbesondere vom Präsidenten der Entität Republika Srpska, Milorad Dodik, in Frage gestellt und eine Sezession rhetorisch wie durch verfassungswidrige Entscheidungen befördert. Darüber hinaus seien die politischen Rahmenbedingungen in Bosnien und Herzegowina durch ein zutiefst gespaltenes politisches System gekennzeichnet, „das auf gesamtstaatlicher Ebene in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt ist“. Nationalistisch geprägte Parteien hemmten durch teils umfangreiche Nutzung von Vetomöglichkeiten den Reformprozess. 

Wichtige Reformfortschritte erzielt

Trotz dieser schwierigen Bedingungen habe Bosnien und Herzegowina in den vergangenen Monaten einige wichtige Reformfortschritte erzielt, die am 21. März 2024 vom Europäischen Rat mit dem Beschluss zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen honoriert worden seien, schreibt die Bundesregierung. Weitere Reformen, insbesondere in den Bereichen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Stärkung der Institutionen seien notwendig. 

Förderlich wirke, dass der angestrebte EU-Beitritt von Bosnien und Herzegowina das politische Ziel ist, das nahezu von allen politischen Entscheidungsträgern in Bosnien und Herzegowina öffentlich vertreten werde. „Das Streben nach einer EU-Mitgliedschaft genießt in der Bevölkerung hohe Zustimmung“, heißt es in der Vorlage. Die Umsetzung der für einen EU-Beitritt notwendigen politischen und sozioökonomischen Reformen erfordere neben politischem Willen „eine stabile Sicherheitslage“. (hau/05.06.2024)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

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Siemtje Möller

Siemtje Möller

© Siemtje Möller/ Ulf Duda

Möller, Siemtje

Parlamentarische Staatssekretärin der Verteidigung

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Peter Beyer

Peter Beyer

© Peter Beyer/ Lars Weiss

Beyer, Peter

CDU/CSU

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Boris Mijatović

Boris Mijatović

© Boris Mijatović/Stefan Kaminski

Mijatovic, Boris

Bündnis 90/Die Grünen

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Joachim Wundrak

Joachim Wundrak

© Joachim Wundrak/privat

Wundrak, Joachim

AfD

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Nils Gründer

Nils Gründer

© Nils Gründer/ Stefan Trocha

Gründer, Nils

FDP

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Volker Mayer-Lay

Volker Mayer-Lay

© Volker Mayer-Lay/Tobias Koch

Mayer-Lay, Volker

CDU/CSU

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Dietmar Nietan

Dietmar Nietan

© photothek

Nietan, Dietmar

SPD

()
Dietmar Bartsch

Dietmar Bartsch

© DBT/ Inga Haar

Bartsch, Dr. Dietmar

Gruppe Die Linke

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Thomas Silberhorn

Thomas Silberhorn

© Ralf Rödel

Silberhorn, Thomas

CDU/CSU

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Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

()

Dokumente

  • 20/11413 - Antrag: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der durch die Europäische Union geführten Operation EUFOR ALTHEA
    PDF | 163 KB — Status: 15.05.2024
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überweisung 20/11413 beschlossen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Internetredaktion

Auswärtiges

Bundeswehreinsatz in Bosnien und Herzegowina verlängert

Der Bundestag hat am Donnerstag, 27. Juni 2024, die weitere Beteiligung der Bundeswehr an der durch die Europäische Union geführten Operation Eufor Althea in Bosnien und Herzegowina beschlossen. Dem entsprechenden Antrag der Bundesregierung (20/11413) stimmte er auf Empfehlung des Auswärtigen Ausschusses (20/11796) in namentlicher Abstimmung mit 553 Ja-Stimmen bei 74 Nein-Stimmen und acht Enthaltungen zu.

Den Abgeordneten lag auch ein Bericht des Haushaltsausschusses gemäß Paragraf 96 der Geschäftsordnung des Bundestages (20/11797) vor, demzufolge der Antrag „mit der Haushaltslage des Bundes vereinbar“ ist.

Bundeswehreinsatz EUFOR ALTHEA

Antrag der Bundesregierung

Zu den vorgesehenen Aufgaben gehören die Unterstützung und Koordination der Ausbildung der bosnischen Streitkräfte, die Unterstützung zur Schaffung eines sicheren Umfelds sowie die Wahrnehmung von Führungs-, Verbindungs-, Beratungs-, Beobachtungs- und Unterstützungsaufgaben. Zentrale Aufgabe von Eufor Althea ist den Angaben zufolge die Unterstützung der weiterhin andauernden und bisher erfolgreichen Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens von 1995. Seither hätten keine Kampfhandlungen in Bosnien und Herzegowina stattgefunden. 

Innenpolitisch sei Bosnien und Herzegowina jedoch weiterhin von Spaltung geprägt, heißt es in der Vorlage. Die staatliche Einheit des Landes werde insbesondere vom Präsidenten der Entität Republika Srpska, Milorad Dodik, infrage gestellt und eine Sezession rhetorisch wie durch verfassungswidrige Entscheidungen befördert. Darüber hinaus seien die politischen Rahmenbedingungen in Bosnien und Herzegowina durch ein zutiefst gespaltenes politisches System gekennzeichnet, „das auf gesamtstaatlicher Ebene in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt ist“. Nationalistisch geprägte Parteien hemmten durch teils umfangreiche Nutzung von Vetomöglichkeiten den Reformprozess.

Wichtige Reformfortschritte erzielt

Trotz dieser schwierigen Bedingungen habe Bosnien und Herzegowina in den vergangenen Monaten einige wichtige Reformfortschritte erzielt, die am 21. März 2024 vom Europäischen Rat mit dem Beschluss zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen honoriert worden seien, schreibt die Bundesregierung. Weitere Reformen, insbesondere in den Bereichen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Stärkung der Institutionen seien notwendig.

Förderlich wirke, dass der angestrebte EU-Beitritt von Bosnien und Herzegowina das politische Ziel ist, das nahezu von allen politischen Entscheidungsträgern in Bosnien und Herzegowina öffentlich vertreten werde. „Das Streben nach einer EU-Mitgliedschaft genießt in der Bevölkerung hohe Zustimmung“, heißt es in der Vorlage. Die Umsetzung der für einen EU-Beitritt notwendigen politischen und sozioökonomischen Reformen erfordere neben politischem Willen „eine stabile Sicherheitslage“. Laut Antrag sollen insgesamt bis zu 50 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt werden können. Die einsatzbedingten Zusatzausgaben werden für den Zeitraum 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025 mit insgesamt rund 10,1 Millionen Euro beziffert. (hau/27.06.2024)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

()
Philip Krämer

Philip Krämer

© Philip Krämer/ Stefan Kaminski

Krämer, Philip

Bündnis 90/Die Grünen

()
Volker Ullrich

Volker Ullrich

© Dr. Volker Ullrich/Tobias Koch

Ullrich, Dr. Volker

CDU/CSU

()
Josip Juratovic, SPD

Josip Juratovic, SPD

© Josip Juratovic/ Tobias Schult, Maximilian König

Juratovic, Josip

SPD

()
Rüdiger Lucassen

Rüdiger Lucassen

© Deutscher Bundestag

Lucassen, Rüdiger

AfD

()
Ulrich Lechte

Ulrich Lechte

© Ulrich Lechte/Petra Homeier

Lechte, Ulrich

FDP

()
Serap Güler

Serap Güler

© Serap Güler/ Laurence Chaperon

Güler, Serap

CDU/CSU

()
Rebecca Schamber

Rebecca Schamber

© Rebecca Schamber/ Karsten Molesch

Schamber, Rebecca

SPD

()
Dietmar Bartsch

Dietmar Bartsch

© DBT/ Inga Haar

Bartsch, Dr. Dietmar

Gruppe Die Linke

()
Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

()

Dokumente

  • 20/11413 - Antrag: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der durch die Europäische Union geführten Operation EUFOR ALTHEA
    PDF | 163 KB — Status: 15.05.2024
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/11796 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksache 20/11413 - Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der durch die Europäische Union geführten Operation EUFOR ALTHEA
    PDF | 180 KB — Status: 12.06.2024
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/11797 - Bericht: gemäß § 96 der Geschäftsordnung zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksachen 20/11413, 20/11796 - Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der durch die Europäische Union geführten Operation EUFOR ALTHEA
    PDF | 154 KB — Status: 12.06.2024
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • namentliche Abstimmung zur Beschlussempfehlung 20/11796 (Antrag 20/11413 annehmen)
  • 16:47:31: Beginn der Abstimmung
  • 17:07:27: Ende der Abstimmung
  • endgültiges Ergebnis
  • Gesamt: 635 Ja: 553 Nein: 74 Enthaltungen 8
  • Beschlussempfehlung 20/11796 (Antrag 20/11413 annehmen) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

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Ausdruck aus dem Internet-Angebot des Deutschen Bundestages

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw26-de-bundeswehr-althea-1008330

Stand: 30.08.2025