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Inneres

Schutz kritischer Infrastrukturen durch Cyberresilienz beraten

Der Bundestag hat am Donnerstag, 13. Juni 2024, einen Antrag der CDU/CSU-Fraktion mit dem Titel „Cyberresilienz stärken und kritische Infrastrukturen wirksam schützen – NIS-2-Richtlinie unverzüglich umsetzen“ (20/11633) erstmals beraten. Im Anschluss wurde die Vorlage zur weiteren Beratung an den federführenden Ausschuss für Inneres und Heimat überwiesen. 

Antrag der Unionsfraktion

Die Unionsfraktion verweist in ihrem Antrag darauf, dass sich die Anzahl folgenreicher Cybersicherheitsvorfälle häuft, sei es in Krankenhäusern, bei IT-Dienstleistern oder auf Flughäfen. Das Dominikus-Krankenhaus in Berlin-Reinickendorf habe kürzlich die Notfallversorgung einstellen, weil Kriminelle die internen IT-Systeme mit Ransomware verschlüsselt hatten und Lösegeld forderten. Ein Angriff auf den Dienstleister Südwestfalen-IT habe mehrere Kommunen lahmgelegt. Eine sogenannte DDoS-Attacke habe Anfang 2023 dafür gesorgt, dass Websites zahlreicher deutscher Flughäfen wegen Überlastung nicht erreichbar waren.

Die seit dem 16. Januar 2023 in Kraft getretene sogenannte NIS-2-Richtlinie der Europäischen Union sei die konsequente Reaktion auf die zunehmende Bedrohungslage, schreibt die Fraktion. Der bestehende Rechtsrahmen solle modernisiert werden, um mit der zunehmenden Digitalisierung und einer sich verschärfenden Cyberbedrohungslage Schritt zu halten. Die Mitgliedstaaten seien verpflichtet, die NIS-2-Richtlinie bis zum 17. Oktober 2024 in nationales Recht umzusetzen – spätestens dann müssten Unternehmen auch entsprechende Maßnahmen ergriffen haben. Nach Medieninformationen sei jedoch bereits absehbar, dass die Bundesregierung die von der EU gesetzte Umsetzungsfrist nicht einhalten wird, heißt es in dem Antrag.

„Rechtsunsicherheiten verringern“

Angesichts dessen dringt die Fraktion darauf, dass die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorlegt, um die Rechtsunsicherheiten mit Blick auf eine mögliche unmittelbare Anwendbarkeit der Richtlinie nach Ablauf der Umsetzungsfrist zu verringern. Auch die hohe Dunkelziffer bei Cyberangriffen auf die Betreiber von kritischer Infrastruktur müsse praxisorientiert angegangen werden. Die Bundesregierung müsse das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) dazu in die Lage versetzen, ein tagesaktuelles Lagebild zur Cybersicherheit erstellen zu können. Dies könnte die Betreiber mit relevanten Informationen zu Sicherheitsvorfällen versorgen. 

Aus Sicht der Unionsfraktion würde ein solches Lagebild einen Anreiz liefern, selbst mögliche Vorfälle zu melden. Für alle, die potenziell unter den Anwendungsbereich von NIS-2-Richtlinie fallen, sei es unerlässlich, sich damit auf verlässlicher gesetzlicher Basis auseinandersetzen zu können. Diese Verlässlichkeit sei umso wichtiger, da im Zuge der NIS-2-Umsetzung auf viele Unternehmen zusätzliche Kosten zukommen würden. (hau/vom/13.06.2024)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

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Marc Henrichmann

Marc Henrichmann

© Marc Henrichmann/ Anja Tiwisina

Henrichmann, Marc

CDU/CSU

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Daniel Baldy

Daniel Baldy

© Daniel Baldy/ Thomas Trutschel

Baldy, Daniel

SPD

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Steffen Janich

Steffen Janich

© Steffen Janich

Janich, Steffen

AfD

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Konstantin von Notz

Konstantin von Notz

© Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion/ Stefan Kaminski

Notz, Dr. Konstantin von

Bündnis 90/Die Grünen

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Manuel Höferlin

Manuel Höferlin

© Manuel Höferlin/Christian Kuhlmann (5 Gänge)

Höferlin, Manuel

FDP

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Volker Ullrich

Volker Ullrich

© Dr. Volker Ullrich/Tobias Koch

Ullrich, Dr. Volker

CDU/CSU

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Peggy Schierenbeck

Peggy Schierenbeck

© Peggy Schierenbeck/ Katja Thiele

Schierenbeck, Peggy

SPD

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Anke Domscheit-Berg

Anke Domscheit-Berg

© DBT/Stella von Saldern

Domscheit-Berg, Anke

Gruppe Die Linke

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Maik Außendorf

Maik Außendorf

© Maik Außendorf/Peter van Loon

Außendorf, Maik

Bündnis 90/Die Grünen

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Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

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Dokumente

  • 20/11633 - Antrag: Cyberresilienz stärken und kritische Infrastrukturen wirksam schützen - NIS-2-Richtlinie unverzüglich umsetzen
    PDF | 160 KB — Status: 04.06.2024
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überweisung 20/11633 beschlossen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Internetredaktion

Inneres

Oppositionsantrag zu Cyberresilienz abgelehnt

Der Bundestag hat am Mittwoch, 9. Oktober 2024, einen Antrag der CDU/CSU-Fraktion mit dem Titel „Cyberresilienz stärken und kritische Infrastrukturen wirksam schützen – NIS-2-Richtlinie unverzüglich umsetzen“ (20/11633) abgelehnt. Gegen die Vorlage votierten auf Grundlage einer Beschlussempfehlung des Ausschusses für Inneres und Heimat (20/13028) die Koalitionsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und SPD. Die AfD-Fraktion und die Gruppe Die Linke enthielten sich der Stimme. 

Antrag der Unionsfraktion

Die Unionsfraktion verweist in ihrem Antrag darauf, dass sich die Anzahl folgenreicher Cybersicherheitsvorfälle häufte - sei es in Krankenhäusern, bei IT-Dienstleistern oder auf Flughäfen. Das Dominikus-Krankenhaus in Berlin-Reinickendorf habe kürzlich die Notfallversorgung einstellen müssen, weil Kriminelle die internen IT-Systeme mit Ransomware verschlüsselt und Lösegeld gefordert hätten. Ein Angriff auf den Dienstleister Südwestfalen-IT habe mehrere Kommunen lahmgelegt. Eine sogenannte DDoS-Attacke habe Anfang 2023 dafür gesorgt, dass Websites zahlreicher deutscher Flughäfen wegen Überlastung nicht erreichbar waren.

Die seit dem 16. Januar 2023 in Kraft getretene sogenannte NIS-2-Richtlinie der Europäischen Union sei die konsequente Reaktion auf die zunehmende Bedrohungslage, schreibt die Fraktion. Der bestehende Rechtsrahmen solle modernisiert werden, um mit der zunehmenden Digitalisierung und einer sich verschärfenden Cyberbedrohungslage Schritt zu halten. Die Mitgliedstaaten seien verpflichtet, die NIS-2-Richtlinie bis zum 17. Oktober 2024 in nationales Recht umzusetzen – spätestens dann müssten Unternehmen auch entsprechende Maßnahmen ergriffen haben. Nach Medieninformationen sei jedoch bereits absehbar, dass die Bundesregierung die von der EU gesetzte Umsetzungsfrist nicht einhalten wird, heißt es in dem Antrag.

„Rechtsunsicherheiten verringern“

Angesichts dessen dringt die Fraktion darauf, dass die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorlegt, um die Rechtsunsicherheiten mit Blick auf eine mögliche unmittelbare Anwendbarkeit der Richtlinie nach Ablauf der Umsetzungsfrist zu verringern. Auch die hohe Dunkelziffer bei Cyberangriffen auf die Betreiber von kritischer Infrastruktur müsse praxisorientiert angegangen werden. Die Bundesregierung müsse das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) dazu in die Lage versetzen, ein tagesaktuelles Lagebild zur Cybersicherheit erstellen zu können. Dies könnte die Betreiber mit relevanten Informationen zu Sicherheitsvorfällen versorgen. 

Aus Sicht der Unionsfraktion würde ein solches Lagebild einen Anreiz liefern, selbst mögliche Vorfälle zu melden. Für alle, die potenziell unter den Anwendungsbereich von NIS-2-Richtlinie fallen, sei es unerlässlich, sich damit auf verlässlicher gesetzlicher Basis auseinandersetzen zu können. Diese Verlässlichkeit sei umso wichtiger, da im Zuge der NIS-2-Umsetzung auf viele Unternehmen zusätzliche Kosten zukämen. (hau/vom/09.10.2024)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

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Daniel Baldy

Daniel Baldy

© Daniel Baldy/ Thomas Trutschel

Baldy, Daniel

SPD

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Marc Henrichmann

Marc Henrichmann

© Marc Henrichmann/ Anja Tiwisina

Henrichmann, Marc

CDU/CSU

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Sabine Grützmacher

Sabine Grützmacher

© Sabine Grützmacher/Ralf Joost

Grützmacher, Sabine

Bündnis 90/Die Grünen

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Steffen Janich

Steffen Janich

© Steffen Janich

Janich, Steffen

AfD

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Manuel Höferlin

Manuel Höferlin

© Manuel Höferlin/Christian Kuhlmann (5 Gänge)

Höferlin, Manuel

FDP

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Moritz Oppelt

Moritz Oppelt

© Matthias Busse/Matthias Busse

Oppelt, Moritz

CDU/CSU

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Bengt Bergt

Bengt Bergt

© Bengt Bergt/Kai Köckeritz

Bergt, Bengt

SPD

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Dr. Silke Launert

Dr. Silke Launert

© Silke Launert/ Christian Weber

Launert, Dr. Silke

CDU/CSU

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Aydan Özoğuz

Aydan Özoğuz

© Deutscher Bundestag / Stella von Saldern

Özoguz, Aydan

Bundestagsvizepräsidentin

()

Dokumente

  • 20/11633 - Antrag: Cyberresilienz stärken und kritische Infrastrukturen wirksam schützen - NIS-2-Richtlinie unverzüglich umsetzen
    PDF | 160 KB — Status: 04.06.2024
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/13028 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Fraktion der CDU/CSU - Drucksache 20/11633 - Cyberresilienz stärken und kritische Infrastrukturen wirksam schützen - NIS-2-Richtlinie unverzüglich umsetzen
    PDF | 160 KB — Status: 25.09.2024
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Beschlussempfehlung 20/13028 (Antrag 20/11633 ablehnen) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

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Deutscher Bundestag, Internetredaktion

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Ausdruck aus dem Internet-Angebot des Deutschen Bundestages

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw24-de-cyberresilienz-1006784

Stand: 30.08.2025