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Energie

Antrag zu Zukunfts­perspektiven für Bioenergie erörtert

„Bioenergie eine klare Zukunftsperspektive geben und bestehende Hemmnisse beseitigen“ lautet der Titel eines von der CDU/CSU-Fraktion vorgelegten Antrags (20/9739), der am Mittwoch, 17. Januar 2024, auf der Tagesordnung des Bundestages stand. Nach der Debatte überwiesen die Abgeordneten die Vorlage zur weiteren Beratung an den federführenden Ausschuss für Klimaschutz und Energie. 

Antrag der Union

Die Unionsfraktion kritisiert, die Bundesregierung behandle die Bioenergie stiefmütterlich, bremse sie künstlich aus und setze die falschen Rahmenbedingungen. In ihrem Antrag fordern due Abgeordneten, der Bioenergie eine klare Zukunftsperspektive zu geben und Hemmnisse abzubauen. So soll unter anderem die im EEG 2023 eingeführte Verengung der Ausschreibungen auf Biomethan-Spitzenlastkraftwerke zurückgenommen und der Schwerpunkt wieder auf flexible Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen gelegt werden - sowohl im Biomethan- wie auch im regulären Biomasse-Segment.

Das im EEG 2021 für Biomasseanlagen festgelegte Ausbauziel solle erhöht und Anreize und Rahmenbedingungen für die Umrüstung von Biogas verbessert werden. Der Einsatz von nachhaltiger Biomasse in Wärmenetzen solle nicht beschränkt und mit einer Vereinfachung der Biomassestromnachhaltigkeitsverordnung bürokratische Hemmnisse abgebaut werden. (hau/mis/17.01.2024)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

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Dr. Andreas Lenz

Dr. Andreas Lenz

© Dr. Andreas Lenz/ András Dobi

Lenz, Dr. Andreas

CDU/CSU

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Nina Scheer

Nina Scheer

© Nina Scheer

Scheer, Dr. Nina

SPD

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Steffen Kotré

Steffen Kotré

© Steffen Kotré/ Hagen Schnauss

Kotré, Steffen

AfD

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Katrin Uhlig

Katrin Uhlig

© Katrin Uhlig/ Meike Kenn

Uhlig, Katrin

Bündnis 90/Die Grünen

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Aydan Özoğuz

Aydan Özoğuz

© Deutscher Bundestag / Stella von Saldern

Özoguz, Aydan

Bundestagsvizepräsidentin

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Konrad Stockmeier

Konrad Stockmeier

© Konrad Stockmeier/Thomas Raffler

Stockmeier, Konrad

FDP

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Maria-Lena Weiss

Maria-Lena Weiss

© Maria-Lena Weiss/ Michael Kienzler

Weiss, Dr. Maria-Lena

CDU/CSU

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Ralph Lenkert

Ralph Lenkert

© DBT/Inga Haar

Lenkert, Ralph

fraktionslos

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Markus Hümpfer

Markus Hümpfer

© Markus Hümpfer/ Anand Anders

Hümpfer, Markus

SPD

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Aydan Özoğuz

Aydan Özoğuz

© Deutscher Bundestag / Stella von Saldern

Özoguz, Aydan

Bundestagsvizepräsidentin

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Dokumente

  • 20/9739 - Antrag: Bioenergie eine klare Zukunftsperspektive geben und bestehende Hemmnisse beseitigen
    PDF | 186 KB — Status: 12.12.2023
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überweisung 20/9739 beschlossen
  • Verkündung der Ergebnisse der namentlichen Abstimmung
  • Erteilung eines Ordnungsrufes, Felix Banaszak

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Internetredaktion

Klimaschutz

Anhörung zur Zukunft der Bioenergie

Zeit: Mittwoch, 15. Mai 2024, 11 bis 13 Uhr
Ort: Berlin, Paul-Löbe-Haus, Sitzungssaal E 800

Der Ausschuss für Klimaschutz und Energie hat sich am Mittwoch, 15. Mai 2024, in einer öffentlichen Anhörung mit dem Thema „Bioenergie“ befasst. Grundlage war ein Antrag der CDU/CSU-Fraktion (20/9739). Darin fordern die Abgeordneten die Bundesregierung auf, der Bioenergie eine klare Zukunftsperspektive zu geben und Hemmnisse abzubauen.

Transportfähig, speicherbar, teuer

Bioenergie habe einen „unstreitigen Vorteil“, sagte Dr. Matthias Dümpelmann von der 8KU GmbH in der Anhörung. Anders als die dominierenden, aber fluktuierenden Energieträger Wind und Photovoltaik sei sie ein transportfähiger und speicherbarer Brennstoff. Bioenergie sei aber auch vergleichsweise teuer. Deshalb sollte ihr Einsatz gezielt erfolgen. In der Stromerzeugung entfalte Bioenergie insbesondere aus regulatorischen Gründen ihr Potenzial nur begrenzt. 

Das Stichwort vom regulatorischen Rahmen griff auch Thomas Fritsch von der BALANCE Erneuerbare Energien GmbH auf. Weil es um enorme Investitionen gehe, wünschte er sich einen klaren politischen Willen, Planbarkeit und weniger Bürokratie. Ähnlich äußerte sich Bastian Olzem vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, der das Fehlen einer Gesamtperspektive für einen nachhaltigen und ressourcenschonenden Einsatz von Biomasse monierte. 

Die energetische Nutzung sei nicht die effizienteste, gab Dr. Klaus Hennenberg vom Öko-Institut zu bedenken. Ein weiterer Vorteil von Bioenergie sei nämlich, dass sie Kohlenstoff speichere. Der in der Biomasse gespeicherte Kohlenstoff sei wertvoll. Und dieser Wert werde auf dem Weg zur Klimaneutralität stetig steigen, da fossiler Kohlenstoff in Zukunft nicht mehr genutzt werden könne. 

Umweltverbände warnen vor Übernutzung

Michaela Kruse vom Naturschutzbund Deutschland, nannte den Unionsantrag eine „Diskussionsgrundlage“ und machte klar, dass für den Nabu Wind und Sonne Vorrang hätten. So erachte der Nabu beispielsweise eine Beschränkung von Biomasse in Wärmenetzen für dringend notwendig, um die Nachfrage nach vor allem Holz auf naturverträglich zur Verfügung stehende Mengen zu begrenzen. Die Klimawirkung der Verbrennung von Waldholz sei verheerend. 

Constantin Zerger von der Deutschen Umwelthilfe sah das ähnlich. Ein Großteil der aktuellen Nutzungsformen trage zur Übernutzung von Biomasse bei und habe damit negative Auswirkungen auf Ernährungssicherung, Klima und Biodiversität. 

EEG-Anpassung gefordert

Dr. Peter Kornatz vom Deutschen Biomasseforschungszentrum lenkte den Blick nach Europa. Der REPowerEU- Plan sehe vor, die Biomethanproduktion EU-weit bis 2030 auf 35 Milliarden Kubikmeter im Jahr zu steigern. Während in Deutschland der Zubau von Biomethananlagen nur langsam voran gehe, werde der Ausbau zum Beispiel in Dänemark, Frankreich und den skandinavischen Ländern weiterverfolgt.

Dr. Simone Peter vom Bundesverband Erneuerbare Energie forderte eine kurzfristige Anpassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), um den Rückbau des Biogasanlagenparks abzufedern „und nicht noch mehr gesicherte Leistung zu verlieren“. Unter anderem empfahl sie eine weitere Erhöhung der Biomasse-Ausschreibungsvolumen als bisher geplant. Der Flexibilitätszuschlag müsse an Inflation und steigende Zinsen angepasst und erhöht werden, die Gebotshöchstwerte und Vergütungssätze sollten an die gestiegenen Investitions- und Betriebskosten angepasst und die Degression gestrichen werden. 

Maßnahmen zur Betrugsvermeidung

Sandra Rostek vom Hauptstadtbüro Bioenergie begrüßte, dass der Unionsantrag auch die mutmaßlichen betrügerischen Biokraftstoffimporte aus China thematisiere. Darüber hinaus bestünden jedoch auch Zweifel an der Echtheit zahlreicher Projekte, die auf den deutschen Biokraftstoffmarkt genauso wirkten wie falsch deklarierte Biokraftstoffimporte. 

Rostek forderte die Bundesregierung auf, sowohl kurzfristig Maßnahmen zur Beendigung betrügerischer Praktiken zu ergreifen als auch ein behördliches Zulassungsverfahren für den Import fortschrittlicher Biokraftstoffe einzuführen, um zukünftigen Betrugsfällen vorzubeugen. (mis/15.05.2025)

Dokumente

  • 20/9739 - Antrag: Bioenergie eine klare Zukunftsperspektive geben und bestehende Hemmnisse beseitigen
    PDF | 186 KB — Status: 12.12.2023
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Tagesordnung

  • 110. Sitzung am Mittwoch, den 15. Mai 2024, 11:00 Uhr, Paul-Löbe-Haus, Sitzungssaal E.800 - öffentlich

Protokolle

  • Wortprotokoll der 110. Sitzung (öffentliche Anhörung zum Antrag der Fraktion der CDU/CSU "Bioenergie eine klare Zukunftsperspektive geben und bestehende Hemmnisse beseitigen") des Ausschusses für Klimaschutz und Energie am 15. Mai 2024

Sachverständigenliste

  • Sachverständigenliste

Stellungnahmen

  • 20(25)613 Stellungnahme des Öko-Instituts e.V.
  • 20(25)614 Stellungnahme des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
  • 20(25)615 Stellungnahme des Hauptstadtbüro Bioenergie
  • 20(25)616 Stellungnahme des NABU Naturschutzbund Deutschland e.V.
  • 20(25)617 Stellungnahme des Sachverständigen Dr. Peter Kornatz, Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH (DBFZ)
  • 20(25)619 Stellungnahme des Deutsche Umwelthilfe e.V.
  • 20(25)620 Stellungnahme der 8KU GmbH
  • 20(25)621 Stellungnahme des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.
  • 20(25)623 Stellungnahme der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände

Weitere Informationen

  • Ausschuss für Klimaschutz und Energie

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Internetredaktion

Energie

Unionsantrag für eine Zukunftsperspektive für Bioenergie abgelehnt

„Bioenergie eine klare Zukunftsperspektive geben und bestehende Hemmnisse beseitigen“ lautet der Titel eines Antrags der CDU/CSU-Fraktion (20/9739), den der Bundestag am Donnerstag, 26. September 2024, nach abschließender Beratung abgelehnt hat. Für den Antrag stimmte die Unionsfraktion, die Koalitionsfraktionen und die AfD-Fraktion lehnen ihn ab. Die Gruppe Die Linke enthielt sich bei Abwesenheit der Gruppe BSW. Der Abstimmung lag eine Beschlussempfehlung des Ausschusses für Klimaschutz und Energie (20/13024) zugrunde.

Antrag der Unionsfraktion

Die CDU/CSU-Fraktion kritisiert in ihrem Antrag, die Bundesregierung behandle die Bioenergie stiefmütterlich, bremse sie künstlich aus und setze die falschen Rahmenbedingungen. Die Abgeordneten forderten, der Bioenergie eine klare Zukunftsperspektive zu geben und Hemmnisse abzubauen. 

So sollte unter anderem die im EEG 2023 (Erneuerbare-Energien-Gesetz) eingeführte Verengung der Ausschreibungen auf Biomethan-Spitzenlastkraftwerke zurückgenommen und der Schwerpunkt wieder auf flexible Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gelegt werden – sowohl im Biomethan- wie auch im regulären Biomasse-Segment. Das im EEG 2021 für Biomasseanlagen festgelegte Ausbauziel sollte erhöht und Anreize und Rahmenbedingungen für die Umrüstung von Biogas sollten verbessert werden, heißt es. Zudem sollte nach den Vorstellungen der Fraktion der Einsatz von nachhaltiger Biomasse in Wärmenetzen nicht beschränkt werden. Außerdem wollte sie mit einer Vereinfachung der Biomassestromnachhaltigkeitsverordnung bürokratische Hemmnisse abbauen. (hau/mis/25.09.2024)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

()
Katrin Uhlig

Katrin Uhlig

© Katrin Uhlig/ Meike Kenn

Uhlig, Katrin

Bündnis 90/Die Grünen

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Dr. Andreas Lenz

Dr. Andreas Lenz

© Dr. Andreas Lenz/ András Dobi

Lenz, Dr. Andreas

CDU/CSU

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Markus Hümpfer

Markus Hümpfer

© Markus Hümpfer/ Anand Anders

Hümpfer, Markus

SPD

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Dr. Rainer Kraft

Dr. Rainer Kraft

© Rainer Kraft/Hagen Schnauss

Kraft, Dr. Rainer

AfD

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Konrad Stockmeier

Konrad Stockmeier

© Konrad Stockmeier/Thomas Raffler

Stockmeier, Konrad

FDP

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Maria-Lena Weiss

Maria-Lena Weiss

© Maria-Lena Weiss/ Michael Kienzler

Weiss, Dr. Maria-Lena

CDU/CSU

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Lisa Badum

Lisa Badum

© Lisa Badum / René Ruprecht

Badum, Lisa

Bündnis 90/Die Grünen

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Ina Latendorf

Ina Latendorf

© Ina Latendorf/ Olaf Köstritz

Latendorf, Ina

Gruppe Die Linke

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Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

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Dokumente

  • 20/9739 - Antrag: Bioenergie eine klare Zukunftsperspektive geben und bestehende Hemmnisse beseitigen
    PDF | 186 KB — Status: 12.12.2023
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/13024 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Fraktion der CDU/CSU - Drucksache 20/9739 - Bioenergie eine klare Zukunftsperspektive geben und bestehende Hemmnisse beseitigen
    PDF | 197 KB — Status: 25.09.2024
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Reden zu Protokoll: Scheer, Dr. Nina (SPD)
  • Beschlussempfehlung 20/13024 (Antrag 20/9739 ablehnen) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Internetredaktion

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© Deutscher Bundestag

Ausdruck aus dem Internet-Angebot des Deutschen Bundestages

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw03-de-bioenergie-983208

Stand: 29.08.2025