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Auswärtiges

Antrag zum Bundeswehr­einsatz in Bosnien und Herzegowina beraten

Die Bundeswehr soll nach den Vorstellungen der Bundesregierung weiterhin an der EU-geführten Sicherheitsoperation in Bosnien und Herzegowina (Eufor Althea) teilnehmen. Ein entsprechender Antrag (20/7075) der Bundesregierung ist am Freitag, 16. Juni 2023, durch den Bundestag beraten worden. Nach der Debatte überwiesen die Abgeordneten den Antrag an die Ausschüsse. Der Auswärtige Ausschuss übernimmt bei den weiteren Beratungen die Federführung. Die Bundeswehr hatte erst im vergangenen Jahr ihre Beteiligung an Eufor Althea wieder aufgenommen.

Antrag der Bundesregierung

Die Bundeswehr soll die Beteiligung an der EU-geführten Sicherheitsoperation in Bosnien und Herzegowina fortsetzen und dafür wie bisher bis zu 50 Soldatinnen und Soldaten entsenden. Zu den vorgesehenen Aufgaben gehören die Unterstützung und Koordination der Ausbildung der bosnischen Streitkräfte, die Unterstützung zur Schaffung eines sicheren Umfelds sowie die Wahrnehmung von Führungs-, Verbindungs-, Beratungs-, Beobachtungs- und Unterstützungsaufgaben.

Zentrale Aufgabe von Eufor Althea ist den Angaben zufolge die Unterstützung der weiterhin andauernden und bisher erfolgreichen Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens von 1995. Seither hätten keine Kampfhandlungen in Bosnien und Herzegowina stattgefunden. „Dennoch ist es bislang nicht gelungen, starke gesamtstaatliche Institutionen zu etablieren“, schreibt die Bundesregierung.

Umsetzung dringend notwendiger Reformen

Für den EU-Beitrittsprozess des Landes bleibe die Umsetzung dringend notwendiger Reformen, die bisher weiterhin ausbleibe, maßgeblich. Es bestünden weiterhin Blockaden im politischen Reformprozess, das Destabilisierungspotenzial sei unverändert hoch. „Die Operation EUFOR ALTHEA bleibt daher als Garant für Stabilität in dem Land essenziell“, so die Bundesregierung.

Das Mandat ist befristet bis Ende Juni 2024. Rechtliche Grundlagen sind mehrere Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, zuletzt 2658 (2022), die Gemeinsamen Aktion des Rates der EU (Joint Action) von 2004 sowie die Annexe 1-A und 2 der Dayton-Friedensvereinbarung. Die einsatzbedingten Zusatzausgaben beziffert die Bundesregierung auf rund 9,1 Millionen Euro. (ahe/hau/16.06.2023)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

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Philip Krämer

Philip Krämer

© Philip Krämer/ Stefan Kaminski

Krämer, Philip

Bündnis 90/Die Grünen

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Peter Beyer

Peter Beyer

© Peter Beyer/ Lars Weiss

Beyer, Peter

CDU/CSU

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Thomas Hitschler

Thomas Hitschler

© Photothek.net

Hitschler, Thomas

Parlamentarischer Staatssekretär der Verteidigung

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Markus Frohnmaier

Markus Frohnmaier

© Jana Schneider

Frohnmaier, Markus

AfD

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Nils Gründer

Nils Gründer

© Nils Gründer/ Stefan Trocha

Gründer, Nils

FDP

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Zaklin Nastic

Zaklin Nastic

© Zaklin Nastic/Konstantin Eulenberg

Nastic, Zaklin

Die Linke

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Kerstin Vieregge

Kerstin Vieregge

© Kerstin Vieregge/ Sören Düning

Vieregge, Kerstin

CDU/CSU

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Adis Ahmetovic

Adis Ahmetović

© Adis Ahmetović/ Benush Martinez

Ahmetovic, Adis

SPD

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Thomas Silberhorn

Thomas Silberhorn

© Ralf Rödel

Silberhorn, Thomas

CDU/CSU

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Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

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Dokumente

  • 20/7075 - Antrag: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der EU-geführten Sicherheitsoperation in Bosnien und Herzegowina (EUFOR ALTHEA)
    PDF | 159 KB — Status: 31.05.2023
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überweisung 20/7075 beschlossen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Internetredaktion

Auswärtiges

Bundestag verlängert Bundeswehreinsatz in Bosnien-Herzegowina

Der Bundestag hat am Freitag, 23. Juni 2023, auf Antrag der Bundesregierung der Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der EU-geführten Sicherheitsoperation „Eufor Althea“ in Bosnien und Herzegowina (20/7075) zugestimmt. In namentlicher Abstimmung votierten 487 Abgeordnete dafür, 80 Abgeordnete dagegen und zwei haben sich enthalten. Dazu hatte der Auswärtige Ausschuss eine Beschlussempfehlung (20/7390) vorgelegt. Der Haushaltsausschuss hatte einen Bericht nach Paragraf 96 der Geschäftsordnung des Bundestages zur Finanzierbarkeit ( 20/7408) abgegeben.

Entsendung von bis zu 50 Soldaten

Die Bundeswehr soll nach dem Willen der Regierung ihre Beteiligung an „Eufor Althea“ fortsetzen und dafür wie bisher bis zu 50 Soldatinnen und Soldaten entsenden. Zu den vorgesehenen Aufgaben gehören die Unterstützung und Koordination der Ausbildung der bosnischen Streitkräfte, die Unterstützung zur Schaffung eines sicheren Umfelds sowie die Wahrnehmung von Führungs-, Verbindungs-, Beratungs-, Beobachtungs- und Unterstützungsaufgaben.

Zentrale Aufgabe von „Eufor Althea“ ist den Angaben zufolge die Unterstützung der weiterhin andauernden und aus Sicht der Regierung erfolgreichen Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens von 1995. Seither hätten keine Kampfhandlungen in Bosnien und Herzegowina stattgefunden. „Dennoch ist es bislang nicht gelungen, starke gesamtstaatliche Institutionen zu etablieren“, schreibt die Bundesregierung.

Blockaden im politischen Reformprozess

Für den EU-Beitrittsprozess des Landes bleibe die Umsetzung dringend notwendiger Reformen, die bislang ausgeblieben sei, maßgeblich. Es bestünden weiterhin Blockaden im politischen Reformprozess, das Destabilisierungspotenzial sei unverändert hoch. Die Operation „Eufor Althea“ bleibt laut Regierung als „Garant für Stabilität in dem Land essenziell“.

Das Mandat ist befristet bis Ende Juni 2024. Rechtliche Grundlagen sind mehrere Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, zuletzt 2658 (2022), die Gemeinsame Aktion des Rates der EU (Joint Action) von 2004 sowie die Annexe 1-A und 2 der Dayton-Friedensvereinbarung. Die einsatzbedingten Zusatzausgaben beziffert die Bundesregierung auf rund 9,1 Millionen Euro. (vom/ahe/23.06.2023)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Yvonne Magwas

Yvonne Magwas

© Yvonne Magwas/Tobias Koch

Magwas, Yvonne

Bundestagsvizepräsidentin

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Boris Mijatović

Boris Mijatović

© Boris Mijatović/Stefan Kaminski

Mijatovic, Boris

Bündnis 90/Die Grünen

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Thomas Erndl

Thomas Erndl

© CSU-Landesleitung / Christian Kaufmann

Erndl, Thomas

CDU/CSU

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Josip Juratovic, SPD

Josip Juratovic, SPD

© Josip Juratovic/ Tobias Schult, Maximilian König

Juratovic, Josip

SPD

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Rüdiger Lucassen

Rüdiger Lucassen

© Deutscher Bundestag

Lucassen, Rüdiger

AfD

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Thomas Hacker

Thomas Hacker

© Thomas Hacker/ Jannik Jürß

Hacker, Thomas

FDP

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Andrej Hunko

Andrej Hunko

© Christoph Giebeler

Hunko, Andrej

Die Linke

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Marja-Liisa Völlers

Marja-Liisa Völlers

© Marja-Liisa Völlers / Photothek

Völlers, Marja-Liisa

SPD

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Markus Grübel

Markus Grübel

© Markus Grübel/Tobias Koch

Grübel, Markus

CDU/CSU

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Yvonne Magwas

Yvonne Magwas

© Yvonne Magwas/Tobias Koch

Magwas, Yvonne

Bundestagsvizepräsidentin

()

Dokumente

  • 20/7075 - Antrag: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der EU-geführten Sicherheitsoperation in Bosnien und Herzegowina (EUFOR ALTHEA)
    PDF | 159 KB — Status: 31.05.2023
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/7390 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksache 20/7075 - Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der EU-geführten Sicherheitsoperation in Bosnien und Herzegowina (EUFOR ALTHEA)
    PDF | 174 KB — Status: 21.06.2023
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/7408 - Bericht: gemäß § 96 der Geschäftsordnung zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksachen 20/7075, 20/7390 - Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der EU-geführten Sicherheitsoperation in Bosnien und Herzegowina (EUFOR ALTHEA)
    PDF | 167 KB — Status: 21.06.2023
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • namentliche Abstimmung zu Beschlussempfehlung 20/7390 (Antrag 20/7075 annehmen)
  • 16:51:19: Beginn der Abstimmung
  • 17:10:28: Ende der Abstimmung
  • Gesamt: 571 Ja:489 Nein: 80 Enthaltungen 2
  • Beschlussempfehlung 20/7390 (Antrag 20/7075 annehmen) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

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Deutscher Bundestag, Internetredaktion

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Stand: 29.08.2025