• Direkt zum Hauptinhalt springen
  • Direkt zum Hauptmenü springen
  1. Startseite
  2. Dokumente
  3. Texte (2021-2025)
  4. 2021
zurück zu: Texte (2021-2025) ()
  • 1. Lesung
  • Anhörung
  • 2./3. Lesung, 1. Lesung (Grüne)
Inneres

Wie der ländliche Raum besser gefördert werden kann

Der Bundestag hat am Freitag, 28. Juni 2019, über eine Förderung des ländlichen Raumes debattiert. Dazu lagen fünf Anträge der Fraktionen FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen vor. Die FDP will die Zukunft der Feuerwehren modern und attraktiv gestalten (19/11108). Die Linke setzt sich für die Unterstützung freiwilliger Feuerwehren ein (19/10288). Bündnis 90/Die Grünen fordern eine Strategie zur Verwirklichung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland (19/10639) und wollen ein neues Finanzierungsinstrument einführen, Regionen mit großen Versorgungsproblemen zu helfen (19/10640).

Im Anschluss an die Debatte im Plenum wurden die Vorlagen zur weiteren Beratung in die Ausschüsse überwiesen. Die Anträge werden federführend im Innenausschuss beraten. Die Grünen hatten für ihre beiden Anträge die Federführung beim Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen beantragt, konnten sich in der Abstimmung aber gegen die Mehrheit von CDU/CSU, SPD und Linksfraktion nicht durchsetzen. 

Mit der Mehrheit von CDU/CSU, SPD, AfD und FDP lehnte der Bundestag einen Antrag der Linken (19/3164) ab, in dem sich die Fraktion für gleichwertige Lebensverhältnisse einsetzte (19/3164). Die Grünen unterstützten den Antrag der Linken. Dazu lag eine Beschlussempfehlung des Ausschusses für Inneres und Heimat vor (19/7768).

FDP will Ausstattung der Feuerwehren verbessern

Die FDP setzt sich in ihrem Antrag unter anderem dafür ein, die technische Ausstattung der Feuerwehren zu verbessern und zu modernisieren, indem die fehlenden Fahrzeuge für den Brand- und Katastrophenschutz, an die Länder ausgeliefert werden.

Darüber hinaus solle die Bundesregierung den Einsatz von modernen Technologien wie etwa Drohnen zur besseren Beurteilung von Einsatzlagen oder für die Suche nach vermissten Personen fördern.

Linke will Freiwillige Feuerwehren unterstützen

Die Linke fordert in ihrem Antrag (19/10288) die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen, mit dem sichergestellt wird, dass für regelmäßig geleistete freiwillige und unbezahlte Arbeit von Einwohnern „in organisierten anerkannten Hilfsorganisationen und im Rettungsdienst, Brandschutz, Katastrophenschutz und beim THW durch Bund, Länder und Kommunen angemessene Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt werden“.

Auch soll die Bundesregierung der Vorlage zufolge Maßnahmen zur zeitnahen und gegenseitigen Anerkennung von beruflichen und feuerwehrspezifischen Aus- und Fortbildungen umsetzen sowie „die Kofinanzierung zur Erfüllung der finanziellen Verantwortung von Ländern und Kommunen zur Sanierung und Ausstattung feuerwehrtechnischer Infrastruktur um 75 Millionen Euro jährlich im Einzelplan 06 erhöhen“ und die Gesamtmittel verstetigen. Darüber hinaus fordert die Fraktion die Bundesregierung auf, Maßnahmen zu treffen, um die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen und den Abfluss der im Bundeshaushalt eingestellten Mittel zu beschleunigen.

Grüne: Gleichwertige Lebensverhältnisse verwirklichen

Eine umfassende Strategie zur Verwirklichung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland, fordern die Grünen (19/10639). In ihrem Antraf legen die Abgeordneten einen Maßnahmenkatalog auf, der von der Ausgestaltung neuer Förderinstrumente bis zu mehr Teilhabemöglichkeiten mit Regionalbudgets und Möglichkeiten zu bürgerschaftlichem Engagement und Instrumenten gegen Flächenfraß reicht.

Gleichwertige Lebensverhältnisse seien ein entscheidendes Element, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und den Menschen in Deutschland die gleichen Chancen zu ermöglichen, egal wo sie leben, heißt es zur Begründung. Beim Streben danach geht es nach Ansicht der Abgeordneten nicht nur um wirtschaftliche Förderung, sondern auch um Infrastruktur und Daseinsvorsorge, Rahmenbedingungen für die digtale Gegenwart und einen Umbau der Energieversorgung.

Grüne wollen „Pakt für lebenswerte Regionen“

Einen „Pakt für lebenswerte Regionen“ schlagen die Grünen in einem weiteren Antrag (19/10640) vor. Die Bundesregierung solle gemeinsam mit den Ländern auf gleichwertige Lebensverhältnisse für alle hinwirken, und zwar auf Basis einer neuen Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe Regionale Daseinsvorsorge. In diesem Zusammenhang solle ein gemeinsames Finanzierungsinstrument eingeführt werden mit einer ersten Ausstattung in Höhe von insgesamt 1,1 Milliarden Euro im Jahr. Die Hälfte davon käme vom Bund (550 Millionen Euro).

Mit dem Geld könnte Regionen geholfen werden, die heute mit großen Versorgungsproblemen zu kämpfen hätten, erklären die Abgeordneten. Sie führen in dem Antrag konkrete Projektansätze auf, genauso wie sie sich zu Möglichkeiten der Daseinsvorsorge-Sicherung äußern und ihre Vorstellungen von einer „regionalen Mobilitätsgarantie“ erläutern. Das Auseinanderklaffen von Lebensverhältnissen und die Strukturbrüche in Regionen in Ost und West seien eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und müssten gestoppt werden, heißt es zur Begründung.

Antrag der Linken abgelehnt

Keine Mehrheit fand der Antrag der Linken (19/3164), gleichwertige Lebensverhältnisse und Chancengleichheit für ländliche Räume herzustellen. Die Linke wollte die Bundesregierung unter anderem auffordern, „verlässliche und langfristig geltende Rahmenbedingungen“ zu schaffen, die neue Formen der ländlichen Wirtschaft auch außerhalb des Agrarsektors hervorbringen und bisher ungenutzte Wertschöpfungspotenziale auf dem Land aktivieren. Dazu zähle auch die Versorgung mit einer „leistungsfähigen digitalen Infrastruktur“ durch den flächendeckenden Ausbau der digitalen Netze mit Glasfaseranschlüssen.

Außerdem sollte das Ziel gesetzt werden, dass kein Schulkind länger als eine Stunde pro Tag für seinen Schulweg zurücklegen muss. Im Bereich der Sicherheit bei Polizei, Katastrophenschutz, Feuerwehr und Rettungsdienst solle die Präsenz staatlicher Strukturen in der Fläche gesichert sowie flächendeckend eine „hochwertige und wohnortnahe Gesundheits- und Pflegeversorgung“ gewährleistet werden. Die Fraktion begründete ihren Antrag unter anderem damit, dass die Hälfte der Bevölkerung in ländlichen Regionen lebe. (vom/sto/pez/sas/28.06.2019)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Dr. Wolfgang Schäuble

Dr. Wolfgang Schäuble

© Dr. Wolfgang Schäuble/ Laurence Chaperon

Schäuble, Dr. Wolfgang

Bundestagspräsident

()
Heidrun Bluhm-Förster

Heidrun Bluhm-Förster

© Heidrun Bluhm/ Jörn Schulz

Bluhm-Förster, Heidrun

Die Linke

()
Petra Nicolaisen

Petra Nicolaisen

© Petra Nicolaisen/ Nikolaus Schiemann

Nicolaisen, Petra

CDU/CSU

()
Dietmar Friedhoff

Dietmar Friedhoff

© Dietmar Friedhoff/Fotostudio Köster

Friedhoff, Dietmar

AfD

()
Elisabeth Kaiser

Elisabeth Kaiser

© Photothek Media Lab

Kaiser, Elisabeth

SPD

()
Benjamin Strasser

Benjamin Strasser

© Benjamin Strasser/ James Zabel

Strasser, Benjamin

FDP

()
Markus Tressel

© Markus Tressel / Maurice Etoile

Tressel, Markus

Bündnis 90/Die Grünen

()
Michael Kuffer

Michael Kuffer

© Michael Kuffer / Gilla Hof

Kuffer, Michael

CDU/CSU

()
Bernhard Daldrup

Bernhard Daldrup

© Bernhard Daldrup/ Elias Domsch

Daldrup, Bernhard

SPD

()
Marian Wendt

© Marian Wendt/Jan Kopetzky

Wendt, Marian

CDU/CSU

()
Dr. Wolfgang Schäuble

Dr. Wolfgang Schäuble

© Dr. Wolfgang Schäuble/ Laurence Chaperon

Schäuble, Dr. Wolfgang

Bundestagspräsident

()

Dokumente

  • 19/3164 - Antrag: Gleichwertige Lebensverhältnisse und Chancengleichheit für Ländliche Räume herstellen
    PDF | 143 KB — Status: 03.07.2018
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/7768 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Abgeordneten Heidrun Bluhm, Dr. Kirsten Tackmann, Dr. Gesine Lötzsch, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 19/3164 - Gleichwertige Lebensverhältnisse und Chancengleichheit für Ländliche Räume herstellen
    PDF | 145 KB — Status: 13.02.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/10288 - Antrag: Freiwillige Feuerwehren im Ländlichen Raum unterstützen und fördern
    PDF | 132 KB — Status: 16.05.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/10639 - Antrag: Gleichwertige Lebensverhältnisse überall - Gutes Leben und schnell unterwegs in Stadt, Land und Netz
    PDF | 183 KB — Status: 05.06.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/10640 - Antrag: Pakt für lebenswerte Regionen schließen
    PDF | 166 KB — Status: 05.06.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/11108 - Antrag: Zukunft der Feuerwehren modern und attraktiv gestalten
    PDF | 141 KB — Status: 25.06.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überweisung 19/10288, 19/11108, 19/10639 und 19/10640 angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/7768 (Antrag 19/3164 ablehnen) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Online-Dienste

Kommunen

Experten wollen Kommunen finanziell besser ausstatten

Zeit: Mittwoch, 18. November 2020, 18 bis 19.30 Uhr
Ort: Berlin, Paul-Löbe-Haus, Sitzungssaal E.400

In die Kassen der Städte und Gemeinden müsse mehr Geld fließen – bei Entlastung von den Altschulden. Darin waren sich die Experten einig, als sie am Mittwoch, 18. November 2020, einen Antrag der Fraktion Die Linke (19/17772) und zwei Anträge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/10639, 19/10640) zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet bewerteten. Die Anhörung im Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen wurde von Mechthild Heil (CDU/CSU) geleitet.

„Kommunale Besteuerung reformieren“

Martin T. W. Rosenfeld (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) verwies insbesondere auf eine Reform der kommunalen Besteuerung, die für mehr gleichwertige Lebensverhältnisse sorgen könne. Da entsprechende Maßnahmen bereits seit Jahren angemahnt würden, solle hier endlich schnellstmöglich angesetzt werden.

Bei den wirtschaftspolitischen Maßnahmen sei die Bundesebene vor allem mit der zügigen Durchführung von Behördenverlagerungen angesprochen.

„Regionale Familienunternehmen stärker berücksichtigen“

Dr. Klaus-Heiner Röhl (Institut der deutschen Wirtschaft) meinte, in den Bereichen Demografie, Infrastrukturausstattung und Wirtschaftsentwicklung seien erhebliche Probleme für eine Reihe von Regionen festzustellen, sodass es gute Gründe für wirtschaftspolitische Eingriffe gebe.

Die Kommunalfinanzen sollten in den Blick genommen und regionale Infrastrukturinvestitionen gestärkt werden. Die wichtige Rolle regionaler Familienunternehmen solle stärker berücksichtigt werden. Sie böten Beschäftigung und zahlten die Gewerbesteuer.

„Abhängigkeit von Projektförderung reduzieren“

Dr. phil. Andreas Kallert (Philipps-Universität Marburg) befand, die Kommunen benötigten zuvorderst eine finanzielle Ermächtigung, damit sie eigenständig gestalten und wirken könnten. Die Abhängigkeit von Projektförderung für Infrastrukturen und Daseinsvorsorge solle zugunsten einer auskömmlichen Finanzausstattung reduziert werden.

Es seien insbesondere die sozial benachteiligten Gruppen, die auf eine gute Daseinsvorsorge und soziale Infrastrukturen angewiesen seien. Von der Ausgabenlast durch soziale Aufgaben seien wirtschaftsschwache Kommunen deutlich mehr betroffen als wirtschaftsstarke. Die Altschulden würden für sie zum Teufelskreis.

„Steuerausstattung der Kommunen stärken“

Matthias Wohltmann vom Deutschen Landkreistag erklärte, eine „Hilfe zur Selbsthilfe für Kommunen“, wie er es nannte, müsse insbesondere auf eine Stärkung der originären Steuerausstattung der Kommunen zielen.

Dazu bestehe angesichts eines Anteils der Kommunen an den öffentlichen Ausgaben von rund 25 Prozent und eines Anteils an den originären Steuereinnahmen von rund 14 Prozent noch eine Menge Luft. Er setzte sich für eine Erhöhung des kommunalen Umsatzsteueranteils ein, die einwohnerbasiert zu verteilen sei.

„Faire Lösung für kommunale Altschulden finden“

Dr. Markus Eltges (Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung) verwies auf eine Reihe von Punkten, die das Bundeskabinett zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Juli 2019 beschlossen habe. Dazu zähle, Arbeitsplätze in strukturschwache Regionen zu bringen, Breitband und Mobilfunk flächendeckend auszubauen sowie Mobilität und Verkehrsinfrastruktur in der Fläche zu verbessern.

Auch solle eine faire Lösung für kommunale Altschulden gefunden werden. Mit der „ganz klaren Antwort Nein“ reagierte er auf die Frage, ob es, bezogen auf gleichartige Lebensverhältnisse, ein Ost-West-Problem gebe, und verwies beispielhaft auf das strukturschwache Ruhrgebiet.

„Programme der Bundesregierung sind zielgerichtet“

Hilmar von Lojewski (Deutscher Städtetag) strich heraus, dass Strukturschwäche kein Merkmal des ländlichen Raumes sei. Strukturschwäche und Strukturstärke gebe es im ländlichen wie im städtischen Raum. Die Frage der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse müsse sich an den Lebensumständen der Bevölkerung orientieren und Aspekte der sozialen Teilhabe und des Zugangs zu den Leistungen der Daseinsvorsorge zum Inhalt haben.

Die gut 20 von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Programme unter einem Schirm seien zielgerichtet. Er mahnte, jetzt ad hoc wieder Änderungen vorzunehmen, würde die Adressaten der Programme nur verwirren.

„Dramatischer Einbruch bei der Gewerbesteuer“

Uwe Lübking (Deutscher Städte- und Gemeindebund) lenkte den Blick auf einen massiven kommunalen Finanzeinbruch durch die Corona-Pandemie. Besonders dramatisch sei der Einbruch bei der Gewerbesteuer. Das im vergangenen Juni beschlossene Konjunkturpaket sei zu begrüßen. Große Sorge bereite jedoch der Blick auf die kommenden zwei Jahre. Nach wie vor stünden drastischen Mindereinnahmen weiter dynamisch steigende Ausgaben gegenüber.

Bund und Länder stünden mithin in der Pflicht, auch für die Jahre 2021 und 2022 einen kommunalen Rettungsschirm zu spannen – mit jeweils mindestens zehn Milliarden Euro. Zudem sei die Lösung der kommunalen Altschuldenfrage für die Erreichung gleichwertiger Lebensverhältnisse unabdingbar. Er machte auch klar, gleichwertige Lebensverhältnisse bedeuteten nicht gleiche Lebensverhältnisse. Es gebe Menschen, die bewusst aufs Land zögen, aber auch andere, die sich das nicht aussuchen könnten.

„Gute Rahmenbedingungen und Lebensqualität sichern“

Prof. Dr. Peter Dehne (Hochschule Neubrandenburg) hob hervor, denjenigen, die im ländlichen Raum bleiben, müsse die Politik gute Rahmenbedingungen und Lebensqualität sichern. Das gelte insbesondere für ein gutes, selbstbestimmtes Leben im Alter – wie differenzierte Wohnangebote, Pflege, Gesundheit, Mobilität.

Auch müssten attraktive Lebensbedingungen für den Zuzug geschaffen werden. Er hob damit insbesondere auf Familien mit Kindern ab und erwähnte Bildung, Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Freizeitangebote und Kultur.

„Gemeindefinanzierungssystem besser ausgestalten“

Prof. Dr. Martin Junkernheinrich (Technische Universität Kaiserslautern) setzte sich für eine aufgabengerechte Finanzierung der kommunalen Ebene ein. Er machte einen dringenden Bedarf aus, das Gemeindefinanzierungssystem besser auszugestalten und bestimmte Unwuchten abzubauen. Dazu gehöre eine Verbreiterung der Bemessungsgrundlage bei der Gewerbesteuer.

Auch er machte klar, dass das kommunale Altschuldenproblem noch nicht gelöst sei. Die finanziellen Belastungen durch die Corona-Krise würden gewiss zu neuen Liquiditätskrediten führen und müssten bei einer Problemlösung mit berücksichtigt werden.

Erster Antrag der Grünen

In ihrem ersten Antrag (19/10639) fordern Bündnis 90/Die Grünen eine umfassende Strategie zur Verwirklichung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland. Sie legen einen Maßnahmenkatalog auf, der von der Ausgestaltung neuer Förderinstrumente bis zu mehr Teilhabemöglichkeiten mit Regionalbudgets und Möglichkeiten zu bürgerschaftlichem Engagement und Instrumenten gegen Flächenfraß reicht.

Gleichwertige Lebensverhältnisse seien ein entscheidendes Element, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und den Menschen in Deutschland die gleichen Chancen zu ermöglichen, egal wo sie leben, heißt es zur Begründung. Beim Streben danach geht es nach Ansicht der Abgeordneten nicht nur um wirtschaftliche Förderung, sondern auch um Infrastruktur und Daseinsvorsorge, Rahmenbedingungen für die digitale Gegenwart und einen Umbau der Energieversorgung.

Zweiter Antrag der Grünen

In ihrem zweiten Antrag (19/10640) treten die Grünen für einen „Pakt für lebenswerte Regionen“ ein. Die Bundesregierung solle gemeinsam mit den Ländern auf gleichwertige Lebensverhältnisse für alle hinwirken, und zwar auf Basis einer neuen Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe Regionale Daseinsvorsorge. In diesem Zusammenhang solle ein gemeinsames Finanzierungsinstrument eingeführt werden mit einer ersten Ausstattung in Höhe von insgesamt 1,1 Milliarden Euro im Jahr. Die Hälfte davon käme vom Bund (550 Millionen Euro).

Mit dem Geld könnte Regionen geholfen werden, die heute mit großen Versorgungsproblemen zu kämpfen hätten, erklären die Abgeordneten. Sie führen in dem Antrag konkrete Projektansätze auf, genauso wie sie sich zu Möglichkeiten der Daseinsvorsorge-Sicherung äußern und ihre Vorstellungen von einer „regionalen Mobilitätsgarantie“ erläutern. Das Auseinanderklaffen von Lebensverhältnissen und die Strukturbrüche in Regionen in Ost und West seien eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und müssten gestoppt werden, heißt es zur Begründung.

Antrag der Linken

Die Linksfraktion fordert in ihrem Antrag (19/17772), Kommunen finanziell zu entlasten und so zur Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen beizutragen. Per Gesetz solle die Gewerbesteuer zu einer Gemeindewirtschaftsteuer weiterentwickelt werden. Außerdem müsse gesetzlich verankert werden, dass bezahlt, wer bestelle (Konnexitätsprinzip). Die Verhandlungen über einen Altschuldenfonds als Bundesfonds müssten abgeschlossen werden, so die Abgeordneten weiter. Ziel sei, Zins- und Tilgungsverpflichtungen zu senken.

In den Kommunalhaushalten, die fast ausschließlich aus der Finanzierung von Pflichtaufgaben bestünden, könne nur noch wenig bis gar nichts gestaltet werden, begründen die Abgeordneten ihren Vorstoß. Soziale, kulturelle und sportliche Projekte blieben genauso auf der Strecke wie Infrastruktur verfalle. „Im Zuge dessen wird das Leben in diesen Kommunen immer weniger lebenswert.“ Kommunen mit schrumpfender Wirtschaft und einem steigenden Anteil an Sozialhilfeempfängern verlören Gestaltungsspielraum – und in der Folge weiter an Attraktivität: Eine Abwärtsspirale setze sich in Gang. (fla/pez/18.11.2020)

Dokumente

  • 19/10639 - Antrag: Gleichwertige Lebensverhältnisse überall - Gutes Leben und schnell unterwegs in Stadt, Land und Netz
    PDF | 183 KB — Status: 05.06.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/10640 - Antrag: Pakt für lebenswerte Regionen schließen
    PDF | 166 KB — Status: 05.06.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/17772 - Antrag: Gleichwertige Lebensverhältnisse in starken Kommunen
    PDF | 251 KB — Status: 11.03.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Tagesordnung

  • 62. Sitzung am Mittwoch, den 18. November 2020, 18 Uhr - öffentliche Anhörung

Protokolle

  • Wortprotokoll der 62. Sitzung

Sachverständigenliste

  • Sachverständigenliste zur öffentlichen Anhörung am 18. November 2020

Stellungnahmen

  • Stellungnahme Prof. Dr. Martin T. W. Rosenfeld (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) für öffentliche Anhörung am 18. November 2020 - A-Drs. 19(24)248-A
  • Stellungnahme Dr. Klaus-Heiner Röhl (Institut der deutschen Wirtschaft) für öffentliche Anhörung am 18. November 2020 - A-Drs. 19(24)248-B
  • Stellungnahme Dr. phil. Andreas Kallert (Philipps Universität Marburg) für öffentliche Anhörung am 18. November 2020 - A-Drs. 19(24)248-C
  • Stellungnahme Matthias Wohltmann (Beigeordneter Deutscher Landkreistag) für öffentliche Anhörung am 18. November 2020 - A-Drs. 19(24)248-D
  • Stellungnahme Dr. Markus Eltges (Leiter BBSR) für öffentliche Anhörung am 18. November 2020 - A-Drs. 19(24)248-E
  • Stellungnahme Hilmar von Lojewski (Beigeordneter Deutscher Städtetag) für öffentliche Anhörung am 18. November 2020 - A-Drs. 19(24)248-F
  • Stellungnahme Uwe Lübking (Beigeordneter Deutscher Städte- und Gemeindebund) für öffentliche Anhörung am 18. November 2020 - A-Drs. 19(24)248-G
  • Stellungnahme Prof. Dr. Peter Dehne (Hochschule Neubrandenburg) für öffentliche Anhörung am 18. November 2020 - A-Drs. 19(24)248-H
  • Stellungnahme Prof. Dr. Martin Junkernheinrich (TU Kaiserslautern) für öffentliche Anhörung am 18. November 2020 - A-Drs. 19(24)248-I

Weitere Informationen

  • Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Online-Dienste

Verkehr

Kontroverse Aussprache über die Situation des ländlichen Raumes

Die Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen in Deutschland zu verbessern, das hatte sich die Bundesregierung für die nun ausklingende Legislaturperiode weit oben auf die Agenda geschrieben. Am Freitag, 11. Juni 2021, debattierte der Bundestag eine Stunde lang darüber, wie es um die Errungenschaften im Bereich Mobilität bestellt ist und welche Herausforderungen bleiben.  Anlass waren zwölf Anträge der Oppositionsfraktionen. Einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel „Mobilität in ländlichen Räumen verbessern“ (19/27875) überwies das Parlament zur weiteren Beratung an den federführenden Verkehrsausschuss. Die übrigen Anträge wurden abgelehnt.

Grüne wollen zeitgemäße Antwort auf die „Mobilitätsmisere“

„Die Lebenswelten von Menschen driften auseinander, abhängig von wo sie leben“ hielt der Abgeordnete Markus Tressel (Bündnis 90/Die Grünen) fest. Insofern sei die Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt essenziell. Er warb für die Grünen-Anträge, die um Mobilitätsangebote kreisen. „Wir brauchen eine zeitgemäße Antwort auf die Mobilitätsmisere.“

Die Grünen wollten eine Strategie für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit Mindeststandards – so müsse das  Nahverkehrssystem so umgebaut werden, dass ein starkes Bussystem zwischen den Zentren mit kleinteiligen Lösungen für die letzten Meilen ergänzt wird. Außerdem will die Fraktion mehr Radwege auf dem Land und den Ausbau von Elektromobilitätsinfrastruktur. Die Corona-Krise habe den Trend zum Landleben angeschoben, sagte Tressel. Verstetigen werde sich der aber nur,  wenn sich Lebensbedingungen langfristig verbessern.

CDU/CSU: Nicht überall sind Erfolge zu verzeichnen

Der ländliche Raum könne helfen, Probleme der Ballungsräume zu lösen, bekräftigte Torsten Schweiger für die Fraktion CDU/CSU und erinnerte an die Herausforderungen auf den Wohnungsmärkten und der städtischen Infrastruktur. Die Bundesregierung habe darauf mit einem „Plan für Deutschland“ reagiert, der in einer Zwischenbilanz die Komplexität der Herausforderungen verdeutlicht: Die Umsetzung von Projekten dauere an, und nicht überall seien Erfolge zu verzeichnen: Der CDU-Abgeordnete nannte als Beispiel das Vorhaben, Behörden im ländlichen Raum anzusiedeln.  

Überwiegend sei das jedoch im Bereich von Großstädten passiert. „Wir brauchen mehr Konsequenz“, mahnte Schweiger an die Entscheidungsträger auf Bundes-, Länder und kommunaler Ebene gleichermaßen gerichtet. Die Oppositionsanträge lieferten teils gute Solitäransätze, eine erfolgreiche Umsetzung sei allerdings nur in einer Gesamtstrategie möglich.

SPD: Öffentlichen Nahverkehr stärken

Bela Bach vom Koalitionspartner SPD verwies auf die Anstrengungen zum Stärken des ÖPNV, sowohl finanziell als auch strukturell. So würden bei der Mittelvergabe auch Nachhaltigkeitskriterien eine Rolle spielen. Bach rechnete vor, dass sich die Vorschläge der Grünen zur Spritpreiserhöhung minimal auf das Budget von Autofahrern auswirken und somit keinen Anreiz zum Überdenken der persönlichen Mobilität bieten.

Auch die Diskussion darüber sei deswegen aufgebauscht. Nachfolgende Redner der SPD-Fraktion hoben die millionenschweren Investitionen in Schienen- und Radwege hervor.

AfD: Autofahren muss billiger werden

Dr.-Ing. Dirk Spaniel (AfD) erklärte das Konzept seiner Fraktion für eine bessere Mobilität auf dem Land. Autofahren müsse billiger werden genauso wie Taxifahren.

Die Spritpreise müssten gesenkt, Straßen für den Individualverkehr ausgebaut werden, so der AfD-Abgeordnete. Außerdem warb er für einen Antrag, der sich gegen Beschränkungen für Motorradfahrer ausspricht.

FDP: Vorschläge der Grünen realitätsfern

Auch die FDP möchte die Mobilität von Menschen auf dem Land verbessern und setzt dabei auf die Möglichkeiten der Digitalisierung. Digitale Angebote könnten vor allem dem Service auf den letzten Meilen dienen, zum Beispiel bei Carsharing-Optionen und Taxiangeboten, sagte der Abgeordnete Bernd Reuther.

Um Reformen durchsetzen zu können, müsse allerdings das Personenbeförderungsgesetz geändert werden, sagte Reuther. Die Vorschläge der Grünen sind für ihn realitätsfern – es sei nicht zumutbar, bis zu 30 Kilometer lange Arbeitswege mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Linke: Anbieter von Daseinsvorsorge vergesellschaften

Heidrun Bluhm-Förster (Die Linke) schließlich warb für das Ziel ihrer Fraktion, Anbieter im Bereich der Daseinsvorsorge zu „vergesellschaften“. Wohnen, Gesundheit und Sport beispielsweise sei besser in der Kommune verankert als in die Hände Privater gelegt. So könnten Bundes- und Landesmittel zum Herstellen gleichwertiger Lebensbedingungen auch effizienter wirken.

Auskömmliche Kommunalfinanzen sind nach Ansicht von Bluhm-Förster grundsätzlich die Bedingung dafür, Landleben für alle und besonders für Familien attraktiv zu machen – weit über die Pandemiezeit hinaus.

Elf Oppositionsvorlagen abgelehnt

Zum Antrag der Linksfraktion „Freiwillige Feuerwehren im ländlichen Raum unterstützen und fördern“ (19/10288) hatte der Innenausschuss eine Beschlussempfehlung abgegeben (19/30463). Linke und Grüne stimmten dafür, die AfD enthielt sich, die übrigen Fraktionen lehnten ihn ab.
Beschlussempfehlungen des Landwirtschaftsausschusses (19/27333, 19/29079) gab es zum Antrag der Linksfraktion mit dem Titel „Bundesförderfonds für Forschung und Lehre im ländlichen Raum auflegen“ (19/26297) und zum Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel „Ein Förderprogramm ,Neues Leben auf dem Land‘ auflegen“ (19/20576). Beim Antrag der Linken enthielten sich die Grünen, beim Antrag der Grünen enthielt sich die Linksfraktion.

Zu dem Antrag der Grünen mit dem Titel „Den MobilPass jetzt einführen – Für eine attraktive, ökologische, bezahlbare Mobilität von morgen“ (19/14387) sowie dem FDP-Antrag „Seamless Mobility innovativ gestalten – Vernetzt und digital in ganz Deutschland unterwegs“ (19/18674) lag eine Beschlussempfehlung des Verkehrsausschusses vor (19/23921). Dem Antrag der Grünen stimmte auch die Linksfraktion zu, beim Antrag der FDP enthielten sich die AfD und die Grünen.

Den Antrag der AfD-Fraktion mit dem Titel „Motorradfahren erhalten – Keine unverhältnismäßigen Vorgaben für Motorräder und deren Fahrer Drucksachen“ (19/22553) lehnten alle übrigen Fraktionen ab. Der Verkehrsausschuss hatte dazu ebenso eine Beschlussempfehlung vorgelegt (19/19/23981 Buchstabe b) wie zum Antrag der Grünen (19/25007) mit dem Titel „Teilen als Prinzip der Mobilität von morgen verankern – Rechtliche Grundlagen für neue Sharing-Angebote verbessern“ (19/30464). Auch diesen Antrag lehnten alle übrigen Fraktionen ab.

Der Bauausschuss hatte Beschlussempfehlungen zu drei weiteren Anträgen eingereicht (19/28044). Es handelt sich dabei um den Antrag der Fraktion Die Linke „Gleichwertige Lebensverhältnisse in starken Kommunen“ (19/17772), den Antrag der Grünen mit dem Titel „Gleichwertige Lebensverhältnisse überall – Gutes Leben und schnell unterwegs in Stadt, Land und Netz“ (19/10639) sowie einen weiteren Antrag der Grünen mit dem Titel „Pakt für lebenswerte Regionen schließen“ (19/10640). Beim Antrag der Linken enthielten sich die Grünen, den beiden Anträgen der Grünen stimmte auch die Linksfraktion zu.

Zu einem Antrag der FDP-Fraktion, der die Zukunft der Feuerwehren modern und attraktiv gestalten wollte (19/11108), lag eine Beschlussempfehlung des Innenausschusses vor (19/30463). Die Grünen stimmten mit der FDP dafür, die AfD und die Linksfraktion enthielten sich.

Erster Antrag der Grünen

Um die Mobilität in ländlichen Räumen zu verbessern, fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Bundesregierung in ihrem neuen, überwiesenen Antrag (19/27875) auf, gemeinsam mit den Ländern durch eine Mobilitätsgarantie allen Menschen Zugang zu einem attraktiven und verlässlichen Nahverkehrsangebot (ÖPNV) zu ermöglichen.

Bund, Länder und kommunale Ebene sollen eine gemeinsame ÖPNV-Strategie erarbeiten und eine gesetzliche Grundlage für bundesweit gültige Mindestbedienstandards und Qualitätsvorgaben schaffen, so die Fraktion. 

Zweiter Antrag der Grünen

Die Grünen forderten zudem eine umfassende Strategie zur Verwirklichung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland. In ihrem zweiten abgelehnten Antrag (19/10639) legten die Abgeordneten einen Maßnahmenkatalog auf, der von der Ausgestaltung neuer Förderinstrumente bis zu mehr Teilhabemöglichkeiten mit Regionalbudgets und Möglichkeiten zu bürgerschaftlichem Engagement und Instrumenten gegen Flächenfraß reicht.

Gleichwertige Lebensverhältnisse seien ein entscheidendes Element, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und den Menschen in Deutschland die gleichen Chancen zu ermöglichen, egal wo sie leben, hieß es zur Begründung. Beim Streben danach geht es nach Ansicht der Abgeordneten nicht nur um wirtschaftliche Förderung, sondern auch um Infrastruktur und Daseinsvorsorge, Rahmenbedingungen für die digitale Gegenwart und einen Umbau der Energieversorgung.

Dritter Antrag der Grünen

Einen „Pakt für lebenswerte Regionen“ forderte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem weiteren abgelehnten Antrag (19/10640). Die Bundesregierung sollte gemeinsam mit den Ländern auf gleichwertige Lebensverhältnisse für alle hinwirken, und zwar auf Basis einer neuen Gemeinschaftsaufgabe Regionale Daseinsvorsorge.

In diesem Zusammenhang sollte ein gemeinsames Finanzierungsinstrument eingeführt werden mit einer ersten Ausstattung in Höhe von insgesamt 1,1 Milliarden Euro im Jahr. Die Hälfte davon käme vom Bund (550 Millionen Euro). 

Vierter Antrag der Grünen

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wollte des Weiteren den ländlichen Raum stärken und dadurch die Abwanderung in die Städte mindern. Die Binnenmigration verschärfe die bestehenden demographischen Probleme vor allem in Ostdeutschland, schrieben die Abgeordneten in ihrem vierten abgelehnten Antrag (19/20576). Dabei biete das Land guten und gesunden Lebensraum, dieser müsse nur durch Projekte attraktiver gemacht werden.

Die Abgeordneten forderten daher die Auflage eines Modellprojekts innerhalb des Programms für ländliche Entwicklung. Mit dem Projekt „Neues Leben auf dem Land“ sollte die Reaktivierung von vorhandenem Wohnraum gefördert werden. Auch „Probewohnen“ im ländlichen Raum oder Beratungsprojekte sollten angeboten werden. Ziel sollte es sein, das Modellprogramm in die Regelförderung aufzunehmen.

Fünfter Antrag der Grünen

Im abgelehnten fünften Antrag der Grünen (19/14387) sollte die Bundesregierung aufgefordert werden, die Entwicklung eines „MobilPasses“ in Form eines anbieterneutralen Standards für alle vorhandenen und künftigen Mobilitäts-Apps zu fördern und voranzutreiben. Dabei gelte es, eine gesetzliche Verpflichtung zur Nutzung offener Standards und der Interoperabilität zwischen den verschiedenen Anbietern einzuführen.

Der Nachweis, dass Interoperabilität eventuell technisch oder datenschutzrechtlich nicht hergestellt werden kann, müsse dabei von den Anbietern erbracht werden. Außerdem müssten die Betreiber von digitalen Vertriebsplattformen für Anwendungssoftware zur Neutralität verpflichtet werden. Damit Daten „vollständig, zeitnah, maschinenlesbar, interoperabel, barriere-, kosten- und lizenzfrei“ zur Verfügung gestellt werden, sollte es nach den Vorstellungen der Grünen eine entsprechende gesetzliche Verpflichtung geben.

Sechster Antrag der Grünen

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen verlangte in ihrem abgelehnten sechsten Antrag (19/25007) auch, die rechtlichen Grundlagen für neue Sharing-Angebote zu verbessern. Die Bundesregierung sollte aufgefordert werden, einen Gesetzesentwurf vorzulegen, welcher das Carsharinggesetz zu einem „Sharinggesetz für alle Mobilitätsdienste“ – also beispielsweise auch für sogenanntes Bikesharing, Scootersharing und Ridepooling – weiterentwickelt und so für Kommunen und Mobilitätsdienste „rechtssichere Rahmenbedingungen herstellt“. 

Erster Antrag der Linken

Die Linksfraktion forderte von der Bundesregierung in ihrem ersten abgelehnten Antrag (19/10288) einen Gesetzentwurf, mit dem sichergestellt wird, dass für regelmäßig geleistete freiwillige und unbezahlte Arbeit von Einwohnern „in organisierten anerkannten Hilfsorganisationen und im Rettungsdienst, Brandschutz, Katastrophenschutz und beim THW durch Bund, Länder und Kommunen angemessene Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt werden“ (19/10288).

Auch sollte die Bundesregierung der Vorlage zufolge Maßnahmen zur zeitnahen und gegenseitigen Anerkennung von beruflichen und feuerwehrspezifischen Aus- und Fortbildungen umsetzen sowie „die Kofinanzierung zur Erfüllung der finanziellen Verantwortung von Ländern und Kommunen zur Sanierung und Ausstattung feuerwehrtechnischer Infrastruktur um 75 Millionen Euro jährlich im Einzelplan 06 erhöhen“ und die Gesamtmittel verstetigen. Darüber hinaus forderte die Fraktion die Bundesregierung in dem Antrag auf, Maßnahmen zu treffen, um die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen und den Abfluss der im Bundeshaushalt eingestellten Mittel zu beschleunigen.

Zweiter Antrag der Linken

Die Bundesregierung sollte einen Bundesförderfonds für Forschung und Lehre im ländlichen Raum auflegen, hieß es im zweiten abgelehnten Antrag der Fraktion Die Linke (19/26297).

Dazu sollte ab der kommenden Legislaturperiode ein zweckgebundener ressortübergreifender Förderfonds aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Agrarstruktur und Küstenschutz“ sowie aus Förderprogrammen des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur und des Ministeriums des Inneren, für Bau und Heimat eingerichtet werden. 

Dritter Antrag der Linken

Die Linksfraktion forderte in ihrem dritten abgelehnten Antrag (19/17772) des Weiteren, Kommunen finanziell zu entlasten und so zur Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen beizutragen. Per Gesetz sollte die Gewerbesteuer zu einer Gemeindewirtschaftsteuer weiterentwickelt werden. 

Außerdem müsse gesetzlich verankert werden, dass bezahlt, wer bestelle (Konnexitätsprinzip). Die Verhandlungen über einen Altschuldenfonds als Bundesfonds müssten abgeschlossen werden, so die Abgeordneten weiter. Ziel sei, Zins- und Tilgungsverpflichtungen zu senken.

Antrag der AfD

Die AfD-Fraktion forderte die Bundesregierung in ihrem abgelehnten Antrag (19/22553) auf, der im Bundesrat am 15. Mai 2020 auf Antrag des Landes Nordrhein-Westfalen angenommenen Entschließung „zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorradlärm“ nicht zu entsprechen. Stattdessen sollte sich die Regierung dafür einsetzen, „dass sich Lärmimmissionsgrenzwerte für Motorräder immer an den realen physikalischen sowie nach dem Stand der Technik erreichbaren Gegebenheiten eines Verbrennungsmotors und seiner jeweiligen Leistung orientieren“.

In der Entschließung des Bundesrates wird die Bundesregierung unter anderem aufgefordert, sich bei der EU-Kommission für strengere Lärmemissionswerte durch Verschärfung der in der EU geltenden Grenzwerte bei der Genehmigung und Zulassung neuer Motorräder einzusetzen. „Dabei hält der Bundesrat eine Begrenzung der Geräuschemissionen auf einen maximalen Grenzwert von 80 dB(A), der über alle Betriebszustände einzuhalten ist, für zielführend“, schrieb die AfD-Fraktion. Darüber hinaus werde die Bundesregierung aufgefordert, eine Halterhaftung, bei der das Schuldprinzip nicht zur Anwendung kommt, zu prüfen sowie Motorradfahrern das Führen eines Fahrtenbuchs aufzuerlegen, sofern der Fahrer bei einem Verstoß nicht ermittelbar ist. Auch sehe der Bundesrat dringenden Handlungsbedarf, zeitlich beschränkte Verkehrsverbote an Sonn- und Feiertagen für Motorräder zu ermöglichen, und wolle den Umstieg auf Motorräder mit Alternativantrieben wie dem Elektroantrieb fördern lassen.

Die AfD-Fraktion hielt dies für einen „Generalangriff auf alle Motorradfahrer, der lediglich auf ein denkbares Fehlverhalten einiger weniger gestützt wird, die sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten oder ihre Fahrzeuge in Bezug auf Lärmimmissionen manipuliert haben“. Erkennbar handle es sich bei der Initiative des Bundesrates um ein „rein ideologisch motiviertes verschleiertes Verbot für Motorräder mit Verbrennungsmotor“, was auch die einseitige Bevorzugung von Elektro-Motorrädern, losgelöst von tatsächlichen Lärmemissionswerten, in der Entschließung des Bundesrats zeige, hieß es in dem Antrag.

Erster Antrag der FDP

Die FDP-Fraktion verlangte in ihrem ersten abgelehnten Antrag (19/18674) von der Bundesregierung, den öffentlichen Personennah- und Fernverkehr zu verpflichten, seine aktuellen Fahrplandaten in standardisierter, maschinenlesbarer Form, der Öffentlichkeit – als Open Data – frei verwendbar zur Verfügung zu stellen.

Außerdem müsse die Regierung auf europäischer Ebene auf eine Standardisierung von offenen Plattformen mit einheitlichen Schnittstellen hinwirken, die für eine erfolgreiche Umsetzung des SeamlessMobility-Konzepts notwendig sind, sodass die Daten – beispielsweise mithilfe der Blockchain-Technologie – gemeinsam, sicher und wettbewerbsorientiert auf den offenen Plattformen für One-Stop-Shops genutzt werden können.

Zweiter Antrag der FDP

Die FDP-Fraktion drang in ihrem zweiten abgelehnten Antrag (19/11108) darauf, die „Zukunft der Feuerwehren modern und attraktiv“ zu gestalten. Sie forderte die Bundesregierung auf, „im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel“ die technische Ausstattung der Feuerwehren zu verbessern und zu modernisieren. Dazu sollten laut Vorlage fehlende Fahrzeuge für den Brand- und Katastrophenschutz an die Länder ausgeliefert und eine schnellere Beschaffung und Bereitstellung der Fahrzeuge für den Brandschutz an die Länder sichergestellt werden.

Auch sollte die Bundesregierung nach dem Willen der Fraktion Strategien entwickeln und Projekte unterstützen, die sich der Nachwuchsförderung im Bereich der Feuerwehren widmen. Insbesondere wurde dazu in dem Antrag etwa das „das Angebot einer finanziellen Unterstützung zum Beispiel in Form eines Stipendiums von Schülern und Studenten“ genannt, die sich ehrenamtlich engagieren. Auch sollte die Bundesregierung der Vorlage zufolge Forschungsvorhaben entwickeln und unterstützen, „deren Ziel es ist herauszufinden, wie die ehrenamtliche Tätigkeit bei den Feuerwehren für bestimmte Personengruppen attraktiver gestaltet werden kann“. Zudem wurde die Bundesregierung in dem Antrag aufgefordert, Initiativen der Feuerwehren zu unterstützen, „die sich gegen die zunehmenden Fälle von Gewalt gegen Einsatzkräfte und dem Respektverlust in der Bevölkerung gegenüber den Angehörigen der Feuerwehren richten“. (hau/sto/pez/eis/11.06.2021)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Dagmar Ziegler

Dagmar Ziegler

© DBT/Inga Haar

Ziegler, Dagmar

Bundestagsvizepräsidentin

()
Markus Tressel

© Markus Tressel / Maurice Etoile

Tressel, Markus

Bündnis 90/Die Grünen

()
Torsten Schweiger

Torsten Schweiger

© Deutscher Bundestag / Inga Haar

Schweiger, Torsten

CDU/CSU

()
Dr. Dirk Spaniel

Dr. Dirk Spaniel

© Dirk Spaniel/ Hagen Schnauss

Spaniel, Dr. Dirk

AfD

()
Bela Bach

Bela Bach

© Bela Bach/ Mark Fernandes

Bach, Bela

SPD

()
Bernd Reuther

Bernd Reuther

© Bernd Reuther/Maike Maier macamoca

Reuther, Bernd

FDP

()
Heidrun Bluhm-Förster

Heidrun Bluhm-Förster

© Heidrun Bluhm/ Jörn Schulz

Bluhm-Förster, Heidrun

Die Linke

()
Röring Johannes

© Johannes Röring/ Frank Ossenbrink

Röring, Johannes

CDU/CSU

()
Wilhelm von Gottberg

Wilhelm von Gottberg

© Wilhelm von Gottberg / Waldemar Cohrs

Gottberg, Wilhelm von

AfD

()
Mathias Stein

Mathias Stein

© DBT/ Thomas Trutschel

Stein, Mathias

SPD

()
Dr. Christopher Gohl

Dr. Christopher Gohl

© DBT/ Stella von Saldern

Gohl, Dr. Christopher

FDP

()
Karl Holmeier

Karl Holmeier

© DBT/Inga Haar

Holmeier, Karl

CDU/CSU

()
Ulli Nissen

Ulli Nissen

© SPD-Parteivorstand/ Susie Knoll

Nissen, Ulli

SPD

()
Thomas Jarzombek

Thomas Jarzombek

© Thomas Jarzombek/ Tobias Koch

Jarzombek, Thomas

CDU/CSU

()
Wolfgang Kubicki

Wolfgang Kubicki

© Wolfgang Kubicki/ Tobias Koch

Kubicki, Wolfgang

Bundestagsvizepräsident

()

Dokumente

  • 19/10288 - Antrag: Freiwillige Feuerwehren im Ländlichen Raum unterstützen und fördern
    PDF | 132 KB — Status: 16.05.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/10639 - Antrag: Gleichwertige Lebensverhältnisse überall - Gutes Leben und schnell unterwegs in Stadt, Land und Netz
    PDF | 183 KB — Status: 05.06.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/10640 - Antrag: Pakt für lebenswerte Regionen schließen
    PDF | 166 KB — Status: 05.06.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/11108 - Antrag: Zukunft der Feuerwehren modern und attraktiv gestalten
    PDF | 141 KB — Status: 25.06.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/14387 - Antrag: Den MobilPass jetzt einführen - Für eine attraktive, ökologische, bezahlbare Mobilität von morgen
    PDF | 462 KB — Status: 23.10.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/17772 - Antrag: Gleichwertige Lebensverhältnisse in starken Kommunen
    PDF | 251 KB — Status: 11.03.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/18674 - Antrag: Seamless Mobility innovativ gestalten - Vernetzt und digital in ganz Deutschland unterwegs
    PDF | 256 KB — Status: 21.04.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/20576 - Antrag: Ein Förderprogramm "Neues Leben auf dem Land" auflegen
    PDF | 243 KB — Status: 30.06.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/22553 - Antrag: Motorradfahren erhalten - Keine unverhältnismäßigen Vorgaben für Motorräder und deren Fahrer
    PDF | 258 KB — Status: 16.09.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/23921 - Beschlussempfehlung und Bericht: a) zu dem Antrag der Abgeordneten Stefan Gelbhaar, Matthias Gastel, Stephan Kühn (Dresden), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 19/14387 - Den Mobilpass jetzt einführen - Für eine attraktive, ökologische, bezahlbare Mobilität von morgen b) zu dem Antrag der Abgeordneten Daniela Kluckert, Frank Sitta, Oliver Luksic, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP - Drucksache 19/18674 - Seamless Mobility innovativ gestalten - Vernetzt und digital in ganz Deutschland unterwegs
    PDF | 303 KB — Status: 03.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/25007 - Antrag: Teilen als Prinzip der Mobilität von morgen verankern – Rechtliche Grundlagen für neue Sharing-Angebote verbessern
    PDF | 287 KB — Status: 08.12.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/26297 - Antrag: Bundesförderfonds für Forschung und Lehre im ländlichen Raum auflegen
    PDF | 254 KB — Status: 28.01.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/27333 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Abgeordneten Heidrun Bluhm-Förster, Dr. Gesine Lötzsch, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 19/26297 - Bundesförderfonds für Forschung und Lehre im ländlichen Raum auflegen
    PDF | 320 KB — Status: 04.03.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/27875 - Antrag: Mobilität in ländlichen Räumen verbessern
    PDF | 317 KB — Status: 24.03.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/28044 - Beschlussempfehlung und Bericht: a) zu dem Antrag der Abgeordneten Kerstin Kassner, Fabio De Masi, Heidrun Bluhm-Förster, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 19/17772 - Gleichwertige Lebensverhältnisse in starken Kommunen b) zu dem Antrag der Abgeordneten Britta Haßelmann, Markus Tressel, Harald Ebner, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 19/10639 - Gleichwertige Lebensverhältnisse überall - Gutes Leben und schnell unterwegs in Stadt, Land und Netz c) zu dem Antrag der Abgeordneten Markus Tressel, Britta Haßelmann, Harald Ebner, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 19/10640 - Pakt für lebenswerte Regionen schließen
    PDF | 338 KB — Status: 26.03.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/29079 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Abgeordneten Markus Tressel, Christian Kühn (Tübingen), Claudia Müller, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 19/20576 - Ein Förderprogramm "Neues Leben auf dem Land" auflegen
    PDF | 269 KB — Status: 27.04.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/30463 - Beschlussempfehlung und Bericht: a) zu dem Antrag der Abgeordneten Benjamin Strasser, Stephan Thomae, Grigorios Aggelidis, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP - Drucksache 19/11108 - Zukunft der Feuerwehren modern und attraktiv gestalten b) zu dem Antrag der Abgeordneten Heidrun Bluhm, Kerstin Kassner, Katrin Werner, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 19/10288 - Freiwillige Feuerwehren im Ländlichen Raum unterstützen und fördern
    PDF | 285 KB — Status: 09.06.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/30464 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Abgeordneten Stefan Gelbhaar, Matthias Gastel, Markus Tressel, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 19/25007 - Teilen als Prinzip der Mobilität von morgen verankern - Rechtliche Grundlagen für neue Sharing-Angebote verbessern
    PDF | 283 KB — Status: 09.06.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überweisung 19/27875 beschlossen
  • Beschlussempfehlung 19/30463 Buchstabe b (Antrag 19/10288 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/27333 (Antrag 19/26297 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/28044 Buchstabe a (Antrag 19/17772 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/28044 Buchstabe b (Antrag 19/10639 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/28044 Buchstabe c (Antrag 19/10640 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/29079 (Antrag 19/20576 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/23921 Buchstabe a (Antrag 19/14387 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/23921 Buchstabe b (Antrag 19/18674 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/30464 (Antrag 19/25007 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/23981 Buchstabe b (Antrag 19/22553 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/30463 Buchstabe a (Antrag 19/11108 ablehnen) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Weitere Informationen

  • Gebärdensprachvideo (mit UT) (Video)

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Online-Dienste

  1. Startseite
  2. Dokumente
  3. Texte (2021-2025)
  4. 2021
zurück zu: Texte (2021-2025) ()
  • Instagram-Kanäle

    • Bundestag (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
    • Bundestagspräsidentin (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
  • LinkedIn
  • Mastodon-Kanäle

    • Bundestag (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
    • hib-Nachrichten (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
  • WhatsApp
  • YouTube
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Inhaltsübersicht
  • Instagram-Kanäle

    • Bundestag (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
    • Bundestagspräsidentin (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
  • LinkedIn
  • Mastodon-Kanäle

    • Bundestag (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
    • hib-Nachrichten (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
  • WhatsApp
  • YouTube
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutz
  • Impressum

© Deutscher Bundestag

Ausdruck aus dem Internet-Angebot des Deutschen Bundestages

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw23-de-mobilitaet-auf-dem-land-843520

Stand: 30.08.2025