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  • 1. Lesung
  • 2./3. Lesung (AfD), 1. Lesung (FDP)
Parlament

Antrag gegen eine Corona-Impfpflicht und digitalen Impfpass beraten

Der Bundestag hat am Mittwoch, 3. März 2021, erstmals über einen Antrag der AfD-Fraktion gegen die Einführung einer „Corona-Impfpflicht durch die Hintertür“ (19/27197). debattiert. Nach halbstündiger Aussprache wurde die Vorlage zur federführenden Beratung an den Gesundheitsausschuss überwiesen. Die AfD hatte die Federführung beim Ausschuss Digitale Agenda beantragt, konnte sich damit gegen die Mehrheit der übrigen Fraktionen aber nicht durchsetzen.

AfD: Impfstatus darf nicht über Reisefreiheit entscheiden

Die Abgeordneten fordern in ihrem Antrag unter anderem, die Einführung des digitalen Corona-Impfpasses zu stoppen und ein entsprechend hierfür in die Wege geleitetes Dringlichkeitsvergabeverfahren des Bundesgesundheitsministeriums auszusetzen. Der Impfstatus dürfe nicht über die Reisefreiheit der Bundesbürger entscheiden, heißt es in dem Antrag der Fraktion. 

Wie bisher, so die AfD, solle der Internationale Impfausweis für eine „gegebenenfalls erforderliche Prüfung für den Grenzübertritt“ ausreichen, wenn es darum gehe Geschäfts- und Urlaubsreisen zu ermöglichen. (eis/ste/03.03.2021)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Hans-Peter Friedrich

Hans-Peter Friedrich

© DBT / Inga Haar

Friedrich (Hof), Dr. Hans-Peter

Bundestagsvizepräsident

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Michael Espendiller

Michael Espendiller

© Dr. Michael Espendiller

Espendiller, Dr. Michael

AfD

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Alexander Krauß

Alexander Krauß

© DBT/ Inga Haar

Krauß, Alexander

CDU/CSU

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Christine Aschenberg-Dugnus

Christine Aschenberg-Dugnus

© Christine Aschenberg-Dugnus/ Laurence Chaperon

Aschenberg-Dugnus, Christine

FDP

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Dirk Heidenblut

Dirk Heidenblut

© Dirk Heidenblut

Heidenblut, Dirk

SPD

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Petra Sitte

Petra Sitte

© Petra Sitte/Nancy Glor

Sitte, Dr. Petra

Die Linke

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Kordula Schulz-Asche

Kordula Schulz-Asche

© Kordula Schulz-Asche/ Tom Schweers

Schulz-Asche, Kordula

Bündnis 90/Die Grünen

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Hans-Peter Friedrich

Hans-Peter Friedrich

© DBT / Inga Haar

Friedrich (Hof), Dr. Hans-Peter

Bundestagsvizepräsident

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Tino Sorge

Tino Sorge

© Tino Sorge/ Steven Vangermain

Sorge, Tino

CDU/CSU

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Hans-Peter Friedrich

Hans-Peter Friedrich

© DBT / Inga Haar

Friedrich (Hof), Dr. Hans-Peter

Bundestagsvizepräsident

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Maik Beermann

Maik Beermann

© Maik Beermann/Jördis Zähring

Beermann, Maik

CDU/CSU

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Hans-Peter Friedrich

Hans-Peter Friedrich

© DBT / Inga Haar

Friedrich (Hof), Dr. Hans-Peter

Bundestagsvizepräsident

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Dokumente

  • 19/27197 - Antrag: Die Corona-Impfpflicht durch die Hintertür verhindern - Die Einführung des digitalen Corona-Impfpasses stoppen
    PDF | 236 KB — Status: 03.03.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überweisung 19/27197 beschlossen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Online-Dienste

Gesundheit

Digitaler Impfpass soll wieder Normalität in den Alltag bringen

Digitale Anwendungen wie ein Impfnachweis oder der europaweit geplante digitale Impfpass können nach Ansicht von Gesundheitspolitikern entscheidend dazu beitragen, in der Corona-Krise wieder Normalität in den Alltag zu bringen. In einer Aussprache über Anträge der Fraktionen von FDP und AfD machten Redner am Donnerstag, 22. April 2021, im Bundestag aber auch deutlich, dass Diskriminierungen und Nachteile für Menschen ohne Impfung verhindert werden müssten.

Antrag der FDP überwiesen

Die FDP-Fraktion fordert in ihrem Antrag (19/28768), die Freiheitsrechte für Geimpfte schnell wiederherzustellen. Sobald ausreichend belegt sei, dass die zugelassenen Impfstoffe das Ansteckungsrisiko in einem Maß reduzierten, dass von Geimpften keine epidemiologische Gefahr mehr ausgehe, ließen sich Beschränkungen nicht länger rechtfertigen.

Die Abgeordneten fordern, die Entwicklung der deutschen Version des Digitalen Grünen Zertifikats zu beschleunigen, sodass ein solcher digitaler Impfpass spätestens zum dritten Quartal 2021eingeführt werden könne. Die gegenseitige Anerkennung der Impfnachweise sollte nicht nur auf EU-Ebene, sondern auch auf Ebene der Vereinten Nationen sichergestellt werden.

Ferner sollten vollständig geimpfte Personen sowie solche, die infolge einer früheren Corona-Infektion kein Übertragungsrisiko mehr darstellen, von den Freiheitsbeschränkungen im Infektionsschutzgesetz (IfSG) ausgenommen werden. Schnell sollten auch die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Genesene und negativ Getestete nicht von den Erleichterungen ausgeschlossen werden. Der Antrag wurde zur weiteren Beratung an den federführenden Gesundheitsausschuss überwiesen. Die FDP hatte sich die Federführung beim Ausschuss Digitale Agenda gewünscht, konnte sich damit aber nicht durchsetzen.

AfD-Antrag abgelehnt

Die AfD-Fraktion fordert in ihrem Antrag (19/27197) die Bundesregierung dazu auf, die  Einführung eines digitalen Corona-Impfpasses zu stoppen. Künftig dürfe nicht der Impfstatus über die Reisefreiheit der Bundesbürger entscheiden. Wie bisher sollte der Internationale Impfausweis für eine gegebenenfalls erforderliche Prüfung für den Grenzübertritt ausreichen, um Geschäfts- und Urlaubsreisen zu ermöglichen.

Nach Ansicht der AfD-Fraktion ist es Aufgabe der Bundesregierung, hierbei Klarheit und Rechtssicherheit zu schaffen. Der Antrag wurde mit der Mehrheit der übrigen Fraktionen abgelehnt.

FDP: Wir sind seit Jahren unterdigitalisiert

Der FDP-Abgeordnete Manuel Höferlin warf der Bundesregierung vor, schon seit Jahren bei der Digitalisierung zu langsam zu sein. Wirksame Maßnahmen kämen immer zu spät, das sei ein „Muster an Schlafmützigkeit“. Auch Prof. Dr. Andrew Ullmann (FDP) beklagte: „Im Gesundheitswesen sind wir seit Jahren unterdigitalisiert.“

Es gehe dabei nicht nur um die Infrastruktur im Gesundheitswesen, sondern auch um konkrete Prozesse. Zu den Zielen der Digitalisierung gehörten mehr Zeit für Patienten und mehr Sicherheit. Der digitale Impfpass sei essenziell, analoge Lösungen seien nicht mehr zeitgemäß. Wichtig sei aber eine international einheitliche Lösung.

AfD: Corona-Impfpass nicht zum Maß aller Dinge machen

Skeptisch äußerte sich Dr. Michael Espendiller (AfD), der mehr Schutz für Menschen einforderte, die, aus welche Gründen auch immer, nicht geimpft seien. Er betonte: „Niemand sollte direkt oder indirekt zur Impfung gegen das Coronavirus gezwungen werden.“ Und fügte hinzu: „Niemand sollte dazu gezwungen werden, für die Ausübung seiner Grundrechte einen Corona-Impfpass vorzeigen zu müssen.“

Die allgemeine Handlungsfreiheit sei ein Grundrecht, der digitale Corona-Impfpass dürfe nicht zum Maß aller Dinge gemacht werden. Es sei völlig legitim, Impftermine auch abzulehnen. Er forderte, die mögliche Diskriminierung nicht geimpfter Menschen mit einem Gesetz zu unterbinden.

Linke: Niemanden zum digitalen Impfnachweis zwingen

Auch Anke Domscheit-Berg (Die Linke) betonte, wichtig seien Wahlfreiheit und ein Diskriminierungsverbot. „Niemand darf zum digitalen Impfnachweis gezwungen werden.“ Es müssten Alternativen angeboten werden, etwa der gelbe Papierausweis.

Zudem müsse sichergestellt werden, dass Ausnahmen von Einschränkungen auch auf andere Weise dokumentiert werden könnten, beispielsweise mit negativen Tests, weil sonst ein indirektes Reiseverbot für Eltern mit Kindern drohe, da es noch keine Impfungen für Kinder mit zugelassenen Impfstoffen gebe. Nötig sei außerdem eine Anpassung an die epidemiologische Lage, sagte die Linken-Abgeordnete mit Blick auf die Corona-Mutanten.

Grüne wollen Solidarität von Geimpften mit nicht Geimpften 

Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen) erinnerte an die aktuell kritische Infektionslage und mahnte ein behutsames Vorgehen an. Es sei derzeit vordringlich, zu niedrigeren Inzidenzen zu kommen. Dabei gehe es auch um die Solidarität von Geimpften mit nicht Geimpften. Mit digitalen Werkzeugen allein und ohne Zusammenhalt sei die Pandemie nicht zu bekämpfen.

Die epidemiologische Sachlage sei zudem nicht ganz einfach, sagte die Grünen-Politikerin und verwies auf unklare Immunitätsfragen. Nur wenn es in dieser Frage eine abschließende Sicherheit gebe, machten Impfnachweise auch Sinn. Dazu müssten die wissenschaftlichen Grundlagen immer wieder hinterfragt werden.

CDU/CSU: Planungen für digitalen Impfpass laufen bereits

Tino Sorge (CDU/CSU) zeigte Verständnis für die Hoffnung der Menschen, möglichst bald zu den alten Freiheitsrechten und einem normalen Leben zu kommen. Grundrechte seien auch Freiheitsrechte. Die Digitalisierung könne dazu beitragen.

Er wies Vorhaltungen der FDP zurück, wonach Deutschland digital zu langsam sei und auch auf europäischer Ebene hinterherhinke. Die Planungen für den digitalen Impfpass liefen bereits auf Hochtouren. Das Ziel sei klar: Das Leben möglichst schnell zu normalisieren und den Grundrechten wieder zur Geltung zu verhelfen.

SPD: Impfzertifikat auf EU-Ebene vereinbart

Sabine Dittmar (SPD) erinnerte an den gerade erst gefassten Beschluss des Bundestages, die Bundesregierung dazu zu ermächtigen, mit einer Rechtsverordnung Erleichterungen und Ausnahmen von Geboten und Verboten für Immunisierte oder negativ Getestete vorzusehen. Sie gehe davon aus, dass die Verordnung schnell vorgelegt werde. In der jetzigen Lage sei es entscheidend, mit der Impfkampagne zügig voranzukommen.

Die Impfquoten entwickelten sich auch erfreulich. „Das gibt uns doch Hoffnung und eine Perspektive für den Sommer.“ Ab 2022 könnten Impfungen als Teil der elektronischen Patientenakte (ePA) digital dokumentiert werden. Auf EU-Ebene sei ein Impfzertifikat vereinbart worden, das Projekt laufe bereits. (pk/22.04.2021)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Dr. Wolfgang Schäuble

Dr. Wolfgang Schäuble

© Dr. Wolfgang Schäuble/ Laurence Chaperon

Schäuble, Dr. Wolfgang

Bundestagspräsident

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Manuel Höferlin

Manuel Höferlin

© Manuel Höferlin/Christian Kuhlmann (5 Gänge)

Höferlin, Manuel

FDP

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Tino Sorge

Tino Sorge

© Tino Sorge/ Steven Vangermain

Sorge, Tino

CDU/CSU

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Michael Espendiller

Michael Espendiller

© Dr. Michael Espendiller

Espendiller, Dr. Michael

AfD

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Sabine Dittmar

Sabine Dittmar

© Sabine Dittmar/ Photothek Media Lab

Dittmar, Sabine

SPD

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Anke Domscheit-Berg

Anke Domscheit-Berg

© DBT/Stella von Saldern

Domscheit-Berg, Anke

Die Linke

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Maria Klein-Schmeink

Maria Klein-Schmeink

© Maria Klein-Schmeink/ Paul Metzdorf

Klein-Schmeink, Maria

Bündnis 90/Die Grünen

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Alexander Krauß

Alexander Krauß

© DBT/ Inga Haar

Krauß, Alexander

CDU/CSU

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Andrew Ullmann

Andrew Ullmann

© Andrew Ullmann/ Brian Rauschert

Ullmann, Prof. Dr. Andrew

FDP

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Heike Baehrens

Heike Baehrens

© Photothek

Baehrens, Heike

SPD

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Dirk Heidenblut

Dirk Heidenblut

© Dirk Heidenblut

Heidenblut, Dirk

SPD

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Wolfgang Kubicki

Wolfgang Kubicki

© Wolfgang Kubicki/ Tobias Koch

Kubicki, Wolfgang

Bundestagsvizepräsident

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Dokumente

  • 19/27197 - Antrag: Die Corona-Impfpflicht durch die Hintertür verhindern - Die Einführung des digitalen Corona-Impfpasses stoppen
    PDF | 236 KB — Status: 03.03.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/28768 - Antrag: Digitalen Impfpass vorantreiben - Unverzüglich individuelle Freiheit wiederherstellen und Wirtschaft stärken
    PDF | 258 KB — Status: 20.04.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Reden zu Protokoll: Pilsinger, Stephan (CDU/CSU), Beermann, Maik (CDU/CSU)
  • Überweisung 19/28768 beschlossen
  • Beschlussempfehlung 19/28045 (Antrag 19/27197 ablehnen) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Online-Dienste

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Ausdruck aus dem Internet-Angebot des Deutschen Bundestages

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw16-de-digitaler-impfpass-834840

Stand: 30.08.2025