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Soziales

Linke fordert Aner­kennung von DDR-Renten­ansprüchen

Einen Antrag der Fraktion Die Linke mit dem Titel „30 Jahre DDR-Rentenüberleitung – Ansprüche endlich anerkennen“ (19/28432) hat der Bundestag am Freitag, 16. April 2021, nach halbstündihger Aussprache zur weiteren Beratung an den federführenden Ausschuss für Arbeit und Soziales überwiesen.

Antrag der Linken

Die Linke übt in ihrem Antrag scharfe Kritik am Anspruchs- und Anwartschaftsüberführungsgesetz, das die Anerkennung der in der DDR erworbenen Rentenansprüche regelt. Viele Betroffenengruppen – darunter geschiedene Frauen, Bergleute der Braunkohleveredlung, Reichsbahnangestellte, Beschäftigte im DDR-Gesundheitswesen oder der Volkspolizei – seien heute, teils aus „moralisch begründeter Willkür“, von Streichungen und Kürzungen betroffen.

Die Bundesregierung solle daher „schnellstmöglich“ geeignete Regelungen vorlegen, „die alle in der DDR erworbenen Ansprüche anerkennen“, heißt es in dem Antrag. (hau/ste/16.04.2021)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Dagmar Ziegler

Dagmar Ziegler

© DBT/Inga Haar

Ziegler, Dagmar

Bundestagsvizepräsidentin

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Matthias Höhn

Matthias Höhn

© DIE LINKE / Michael Breyer

Höhn, Matthias

Die Linke

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Albert H. Weiler

Albert H. Weiler

© Deutscher Bundestag / Stella von Saldern

Weiler, Albert

CDU/CSU

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Jürgen Pohl

Jürgen Pohl

© Jürgen Pohl

Pohl, Jürgen

AfD

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Daniela Kolbe

Daniela Kolbe

© SPD-Parteivorstand/ Benno Kraehahn

Kolbe, Daniela

SPD

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Pascal Kober

Pascal Kober

© DBT/ Thomas Koehler

Kober, Pascal

FDP

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Markus Kurth

Markus Kurth

© DBT / Inga Haar

Kurth, Markus

Bündnis 90/Die Grünen

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Peter Weiß

Peter Weiß

© Claudia Thoma Fotografie

Weiß (Emmendingen), Peter

CDU/CSU

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Dagmar Ziegler

Dagmar Ziegler

© DBT/Inga Haar

Ziegler, Dagmar

Bundestagsvizepräsidentin

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Dokumente

  • 19/28432 - Antrag: 30 Jahre DDR-Rentenüberleitung - Ansprüche anerkennen
    PDF | 245 KB — Status: 13.04.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überweisung 19/28432 beschlossen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Online-Dienste

Soziales

Bundestag lehnt Anträge zum Rentenrecht ab

Der Bundestag hat am Donnerstag, 20. Mai 2021, mehrere Anträge zum Rentenrecht abgelehnt. So hat das Parlament einen Antrag der Fraktion Die Linke mit dem Titel „Renteneinheit sofort herstellen – Umrechnung bis 2030 beibehalten“ (19/29750) abgelehnt. Dagegen stimmten CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen, dafür die Fraktion Die Linke bei Enthaltung der AfD. Ebenfalls abgelehnt wurden ein weiterer Antrag der Linken (19/28432), in dem sich diese für die Anerkennung von DDR-Rentenansprüchen einsetzt, sowie ein Antrag von Bündnis 90/die Grünen, die sich für eine bessere Alterssicherung für ehemalige Bergleute in der Braunkohleveredelung der DDR stark macht (19/9949). Der erste Antrag wurde mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, SPD und FDP gegen die Stimmen der Fraktion Die Linke bei Stimmenthaltung der AfD und Bündnis 90/Die Grünen zurückgewiesen, der zweite Antrag wurde mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen bei Stimmenthaltung der AfD und FDP abgelehnt. Ein Antrag der AfD mit dem Titel „Ostdeutsche Arbeitnehmer würdigen – Fondslösung mit Einmalzahlungen“ (19/14073) wurde mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen gegen die Stimmen der AfD abgelehnt. Die Abstimmungen erfolgten auf Grundlage von Beschlussempfehlungen der Ausschusses für Arbeit und Soziales (19/29863 Buchstabe a, e und g). 

Anträge der Linken

Die Linke übt in ihrem abzustimmenden Antrag (19/28432) scharfe Kritik am Anspruchs- und Anwartschaftsüberführungsgesetz, das die Anerkennung der in der DDR erworbenen Rentenansprüche regelt. Viele Betroffenengruppen – darunter geschiedene Frauen, Bergleute der Braunkohleveredlung, Reichsbahnangestellte, Beschäftigte im DDR-Gesundheitswesen oder der Volkspolizei – seien heute, teils aus „moralisch begründeter Willkür“, von Streichungen und Kürzungen betroffen. Die Bundesregierung solle daher „schnellstmöglich“ geeignete Regelungen vorlegen, „die alle in der DDR erworbenen Ansprüche anerkennen“, heißt es in dem Antrag.

Ähnliches fordert die Fraktion auch in ihrem neu vorgelegten Antrag (19/29750). So müsse der aktuelle Rentenwert (Ost) zum 1. Juli 2021 aufgehoben werden, „damit auch die Renten in den ostdeutschen Bundesländern mit dem dann für ganz Deutschland geltenden aktuellen Rentenwert berechnet werden“, heißt es. Die sofortige Angleichung des aktuellen Rentenwertes (Ost) an den aktuellen Rentenwert solle steuerfinanziert werden.

Antrag der Grünen

Ehemalige Bergleute der Braunkohleveredelung der DDR sollen nach dem Willen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine bessere Rente erhalten. Die Grünen verweisen in einem entsprechenden Antrag (19/9949) auf die besonderen gesundheitlichen Belastungen, denen diese Bergleute ausgesetzt waren und wofür sie nach DDR-Recht besondere Ansprüche auf eine Altersversorgung erworben hatten.

Diese Ansprüche wurden jedoch im Zuge der Rentenüberleitung nach 1990 nur für jene Bergleute anerkannt, die bis zum 31. Dezember 1996 in Rente gegangen sind. Die Grünen verlangen, die Anerkennung der Ansprüche auch über das Jahr 1996 hinaus und die Einrichtung eines Härtefallfonds, um die Ansprüche der Bergleute entsprechend zu berücksichtigen.

Antrag der AfD

Die AfD-Fraktion fordert einen Fonds für Härtefälle im Zusammenhang mit der DDR-Rentenüberleitung. In ihrem entsprechenden Antrag (19/14073) schreibt die Fraktion, dass es im Zuge der Überführung des DDR-Rentensystems in das bundesdeutsche System zu „Überführungslücken“ gekommen sei und viele spezifische DDR-Alterssicherungen für bestimmte Berufsgruppen nur teilweise ins gesamtdeutsche System übernommen wurden. Dies bedeute für viele Rentner im Osten erhebliche Einbußen bei der Rente, heißt es in dem Antrag.

Die AfD fordert deshalb von der Bundesregierung, bis zum 3. Oktober 2020 einen Fonds für Härtefälle aufzulegen, in dessen Rahmen Betroffenen pauschalierte Einmalzahlungen gewährt werden sollen. Diese Zahlungen sollen von Steuern und Sozialabgaben befreit seien und auch nicht mit der Sozialhilfe verrechnet werden. Nach dem Willen der AfD-Fraktion soll der Fonds aus Steuermitteln finanziert werden. (hau/ste/che/sas/20.05.2021)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Hans-Peter Friedrich

Hans-Peter Friedrich

© DBT / Inga Haar

Friedrich (Hof), Dr. Hans-Peter

Bundestagsvizepräsident

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Matthias Höhn

Matthias Höhn

© DIE LINKE / Michael Breyer

Höhn, Matthias

Die Linke

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Albert H. Weiler

Albert H. Weiler

© Deutscher Bundestag / Stella von Saldern

Weiler, Albert

CDU/CSU

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Ulrike Schielke-Ziesing

Ulrike Schielke-Ziesing

© Ulrike Schielke-Ziesing/ Aljaz Brunec

Schielke-Ziesing, Ulrike

AfD

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Ralf Kapschack

Ralf Kapschack

© SPD-Parteivorstand/ Susie Knoll

Kapschack, Ralf

SPD

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Pascal Kober

Pascal Kober

© DBT/ Thomas Koehler

Kober, Pascal

FDP

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Monika Lazar

Monika Lazar

© Bündnis 90/Die Grünen Sachsen

Lazar, Monika

Bündnis 90/Die Grünen

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Alexander Krauß

Alexander Krauß

© DBT/ Inga Haar

Krauß, Alexander

CDU/CSU

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Karamba Diaby

Karamba Diaby

© Deutscher Bundestag / Stella von Saldern

Diaby, Dr. Karamba

SPD

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Hans-Peter Friedrich

Hans-Peter Friedrich

© DBT / Inga Haar

Friedrich (Hof), Dr. Hans-Peter

Bundestagsvizepräsident

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Dokumente

  • 19/9949 - Antrag: Alterssicherung für Bergleute in der Braunkohleveredlung verbessern - Gerechtigkeitslücke schließen
    PDF | 133 KB — Status: 08.05.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/14073 - Antrag: Ostdeutsche Arbeitnehmer würdigen - Fondslösung mit Einmalzahlungen
    PDF | 265 KB — Status: 16.10.2019
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/28432 - Antrag: 30 Jahre DDR-Rentenüberleitung - Ansprüche anerkennen
    PDF | 245 KB — Status: 13.04.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/29750 - Antrag: Renteneinheit sofort herstellen - Umrechnung bis 2030 beibehalten
    PDF | 266 KB — Status: 18.05.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/29863 - Beschlussempfehlung und Bericht: a) zu dem Antrag der Fraktion der AfD - Drucksache 19/14073 - Ostdeutsche Arbeitnehmer würdigen - Fondslösung mit Einmalzahlungen b) zu dem Antrag der Fraktion der AfD - Drucksache 19/9971 - Rentenrechtliche Gleichstellung von Einmalzahlungen Ost und West c) zu dem Antrag der Fraktion der AfD - Drucksache 19/22928 - Gesetzliche Rentenversicherung stabilisieren - Klarheit zu den nicht beitragsgedeckten Leistungen d) zu dem Antrag der Fraktion der AfD - Drucksache 19/28463 - Eigenverantwortliche Altersvorsorge erleichtern - Selbstbestimmte freiwillige Zahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung ermöglichen e) zu dem Antrag der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 19/28432 - 30 Jahre DDR-Rentenüberleitung - Ansprüche anerkennen f) zu dem Antrag der Abgeordneten Markus Kurth, Anja Hajduk, Beate Müller-Gemmeke, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 19/27213 - Gesetzliche Rentenversicherung stärken, verlässliche Alterssicherung für alle sicherstellen g) zu dem Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN - Drucksache 19/9949 - Alterssicherung für Bergleute in der Braunkohleveredlung verbessern - Gerechtigkeitslücke schließen
    PDF | 351 KB — Status: 19.05.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Antrag 19/29750 abgelehnt
  • Beschlussempfehlung 19/29863 Buchstabe a (Antrag 19/14073 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/29863 Buchstabe e (Antrag 19/28432 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/29863 Buchstabe g (Antrag 19/9949 ablehnen) angenommen

Tagesordnung

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Ausdruck aus dem Internet-Angebot des Deutschen Bundestages

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw15-de-ddr-rentenueberleitung-830924

Stand: 30.08.2025