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  • 2./3. Lesung (Grüne), 1. Lesung (AfD)
  • Anhörung
  • 2./3. Lesung (FDP, Linke, Grüne)
Stadtentwicklung

Anträge zur Förderung der Innenstädte beraten

Der Bundestag hat am Freitag, 27. November 2020, erstmals über zwei Anträge der AfD-Fraktion zu „Innenstädten als Heimatraum“ (19/24658) sowie für die Erhaltung von Innenstädten durch Umnutzung von Gewerbeimmobilien (19/24661) debattiert. Beide Vorlagen wurden zur weiteren Beratung in den federführenden Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen überwiesen.

Abgelehnt wurde eine Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, mit dem sich die Fraktion für Hilfen für Kleingewerbe in der Corona-Krise stark macht (19/22898). Gegen die Vorlage stimmten CDU/CSU, SPD, AfD und FDP gegen das Votum der Grünen bei Stimmenthaltung der Fraktion Die Linke. Der Abstimmung lag eine Beschlussempfehlung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz (19/24501) zugrunde.

Anträge der AfD

Die AfD fordert in ihrem ersten Antrag (19/24658) , ein Förderinstrument zu schaffen, das gezielt der Revitalisierung der Innenstädte dienen soll. Dieses Förderprogramm „Innenstadt als Heimatraum“ soll sich über eine Zeitspanne von fünf Jahren mit einem Gesamtvolumen von 250 Millionen Euro erstrecken. Schwerpunktmäßig sollen Maßnahmen finanziert werden, die sich in absehbarer Zeit selbst tragen, beständig der Fortentwicklung der Innenstadt dienen und ihr somit langfristig ein Überleben sichern.

In einem zweiten Antrag (19/24661) fordert die Fraktion, auf eine Änderung des Bauplanungsrechts hinzuwirken und Ausnahmetatbestände zu schaffen, nach denen Nutzungsänderungen von Einzelhandelsimmobilien leichter genehmigt werden können, sofern die Beeinträchtigungen für die Nachbarschaft nicht über das bisherige Maß hinausgehen.

Antrag der Grünen

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will Selbstständige und Kleinunternehmer unterstützen, die wegen der Corona-Pandemie in Mietzahlungsschwierigkeiten sind. Die Abgeordneten möchten gesetzlich klargestellt wissen, dass behördliche Nutzungseinschränkungen für Gewerbeflächen aufgrund von Corona einen Anspruch auf Vertragsanpassung auslösen – von einer Pachtminderung für den entsprechenden Zeitraum bis zu Sonderkündigungsrechten. Das erklären sie in einem Antrag (19/22898).

Nach dem Immobilienboom der vergangenen Jahre sei es fair, das Risiko von Corona für Einzelhandel und Gastronomie nicht allein auf die Gewerbetreibenden abzuwälzen, heißt es zur Begründung. Es gehe um eine Verteilung der Risiken. Vermieter sollen im Gegenzug das Recht erhalten, in solchen Fällen die Laufzeit von Immobilienkrediten für betroffene Flächen zu verlängern. So würden auch auf dieser Seite unbillige Härten vermieden, erklären die Abgeordneten weiter. (pez/sas/27.11.2020)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Wolfgang Kubicki

Wolfgang Kubicki

© Wolfgang Kubicki/ Tobias Koch

Kubicki, Wolfgang

Bundestagsvizepräsident

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Frank Magnitz

Frank Magnitz

© Frank Magnitz/ Janina Buck

Magnitz, Frank

AfD

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Michael Hannes Kießling

Michael Hannes Kießling

© DBT/ Stella von Saldern

Kießling, Michael

CDU/CSU

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Hagen Reinhold

Hagen Reinhold

© DBT / Inga Haar

Reinhold, Hagen

FDP

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Bernhard Daldrup

Bernhard Daldrup

© Bernhard Daldrup/ Elias Domsch

Daldrup, Bernhard

SPD

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Caren Lay

Caren Lay

© Caren Lay/ Frank Grätz

Lay, Caren

Die Linke

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Claudia Müller

Claudia Müller

© Claudia Müller/ Arne Jeschal

Müller, Claudia

Bündnis 90/Die Grünen

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Eckhard Pols

Eckhard Pols

© Eckhard Pols / Jörg Ahlfeld

Pols, Eckhard

CDU/CSU

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Claudia Tausend

Claudia Tausend

© Claudia Tausend/Marion Hogl

Tausend, Claudia

SPD

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Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

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Dokumente

  • 19/22898 - Antrag: Risikoverteilung bei Gewerbemieten klarstellen - Selbstständige, kleine und mittlere Unternehmen in der Corona-Krise unterstützen
    PDF | 287 KB — Status: 29.09.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24501 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Abgeordneten Claudia Müller, Anja Hajduk, Dr. Manuela Rottmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 19/22898 - Risikoverteilung bei Gewerbemieten klarstellen - Selbstständige, kleine und mittlere Unternehmen in der Corona-Krise unterstützen
    PDF | 288 KB — Status: 19.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24658 - Antrag: Innenstädte als Heimatraum - Lebensfähigkeit entwickeln, Verödung stoppen
    PDF | 273 KB — Status: 25.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24661 - Antrag: Innenstädte erhalten, Umnutzung von Gewerbeimmobilien erleichtern
    PDF | 246 KB — Status: 25.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überweisung 19/24658 und 19/24661 beschlossen
  • Beschlussempfehlung 19/24501 (Antrag 19/22898 ablehnen) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Online-Dienste

Stadtentwicklung

Wie sich Innen­städte von den Folgen des Lockdowns erholen können

Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2021, 10.30 bis 12 Uhr
Ort: Berlin, Paul-Löbe-Haus

Die Zukunft der Innenstädte hat den Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen unter Leitung von Mechthild Heil (CDU/CSU) am Mittwoch, 13. Januar 2021, in einer öffentlichen Anhörung als Videokonferenz beschäftigt. Dazu lagen zwei Anträge der AfD-Fraktion (19/24658, 19/24661), ein Antrag der FDP-Fraktion (19/25296), ein Antrag der Fraktion Die Linke (19/25258) und ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen (19/23941) vor. 

Eine große Rolle spielten dabei die Folgen des Lockdowns. Durch alle Stellungnahmen der Sachverständigen zog sich die Sorge, dass der ohnehin laufende Veränderungsprozess in den Stadtzentren durch den zunehmenden Onlinehandel verstärkt wird und eine Verödung der Ortskerne droht. Und durchgängig wurde als Gegenrezept eine vielfältigere Nutzung, etwa mit Handwerksbetrieben und Kultur, genannt.

Anträge der Oppositionsfraktionen

In den zur Begutachtung gestellten Anträgen geht es zum einen bei der AfD-Fraktion (19/24658) um ein Förderprogramm zur Rettung der Innenstädte. Kommunale Innenstadtmanager nach dem Vorbild eines Centermanagements sollten auf eine richtige Mischung von Handel und Gewerbe achten und sich Leerständen widmen. Auch solle kostenloses WLAN in Innenstädten gefördert werden. Darüber hinaus geht es den Abgeordneten um mehr Platz für Autos in der Innenstadt. In einem weiteren Antrag (19/24661) fordert die AfD-Fraktion Änderungen im Planungsrecht, um Gebäude flexibler nutzen zu können und so Innenstädte zu stärken.

Die FDP-Fraktion schlägt in ihrem Antrag (19/25296) ein Bündel von Maßnahmen wie mehr Sonntagsöffnungen, weniger Bürokratie für den Handel und Erleichterungen bei der Gewerbesteuer vor. Experimentierklauseln im Lärmschutz sollten Chancen für gemischt genutzte Quartiere eröffnen.

Die Fraktion Die Linke (19/25258) fordert ein mit 500 Millionen Euro ausgestattetes Notfallprogramm, um Kommunen und Gewerbetreibenden bei den Auswirkungen der Corona-Krise zu helfen. Außerdem sollten die Städtebauförderung um etwa 1,2 Milliarden auf zwei Milliarden Euro pro Jahr aufgestockt und der Eigenanteil finanzschwacher Kommunen gestrichen werden.

Für einen Innenstadt-Krisengipfel und eine Stärkung des Immobilien- und Bodenkaufs durch Kommunen plädiert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in ihrem Antrag (19/23941). Ein Städtebau-Notfallfonds in Höhe von 500 Millionen Euro soll den Städten die Möglichkeit geben, innovative Konzepte unter Mitwirkung der Bevölkerung zu entwickeln, leerstehende Immobilien anzukaufen und die Ansiedlung gemeinnütziger Institutionen zu fördern. Daran müssten sich auch private Akteure aus der Gemeinde beteiligen.

„Mehr Eingriffsmöglichkeiten für Kommunen schaffen“

Die Aachener Stadtbaurätin Frauke Burgdorff stellte dazu fest, dass sich Innenstädte durch Lebendigkeit und Öffentlichkeit auszeichnen müssten, tatsächlich aber in den letzten Jahren zu „Shoppingtunnels“ geworden seien. Von der mangelnden Attraktivität des Einkaufserlebnisses profitiere der Internethandel. Als wesentlichen Grund für diese Entwicklung nennt Burgdorff überzogene Mieterwartungen der Immobilieneigentümer.

Neben mehr Mieterschutz auch in Gewerbeimmobilien fordert sie bessere Möglichkeiten für die Kommunen, in den Immobilienmarkt einzugreifen. Als ein Instrument dafür sieht sie Bodenfonds, die als Sondervermögen unabhängig vom Haushalt der Gemeinde geführt werden.

„Stadtteil- und Kleinstadtzentren stärken“

Dr.-Ing. Thomas Krüger, Professor für Stadtplanung an der Hafencity-Universität Hamburg, geht davon aus, dass der Markt die durch Corona verschärften Probleme der Innenstädte nicht lösen könne, „im Gegenteil“. Es sei eine „orientierende, ordnende und unterstützende Hand gefragt“. Das müssten insbesondere die Kommunen sein.

Krüger erwartet vermehrte Leerstände, denen durch kurzfristige, von der Gemeinde veranlasste Zwischennutzungen entgegengewirkt werden müsse. Mittelfristig solle im Zusammenwirken öffentlicher und privater Akteure eine vielfältigere Nutzung der Innenstädte angestrebt werden. Für dringlich hält Krüger eine Stärkung von Stadtteil- und Kleinstadtzentren, da dort andernfalls eine „Auflösung der Zentrumsfunktion“ drohe.

„Den verbliebenen Einzelhandel stabilisieren“

Monika Fontaine-Kretschmer vom Bundesverband „Die Stadtentwickler“ geht davon aus, dass die Pandemie generell die Veränderungsprozesse in den Innenstädten beschleunigt, die Ausprägungen je nach örtlichen Gegebenheiten aber sehr unterschiedlich sein werden. Wichtig sei daher, die Kommunen in die Lage zu versetzen, kurzfristig zu reagieren und gleichzeitig auch längerfristige Strategien zu entwickeln.

Kurzfristig gelte es vor allem, den verbliebenen Einzelhandel zu stabilisieren, was vor allem Aufgabe der kommunalen Wirtschaftsförderung sei. Längerfristig müssten die einzelnen Kommunen eine innovative Innenstadtstrategie entwickeln und dazu alle Beteiligten an einen Tisch holen. In der Vergangenheit ausgelagerte Nutzungen müssten wieder in die Innenstadt zurückgeholt werden.

„Wir werden eine unglaubliche Pleitewelle erleben“

Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland HDE, fordert ein fünf Jahre laufendes Sonderprogramm „Innenstadtstabilisierung“ mit jährlich mindestens 500 Millionen Euro. Damit sollten Konzepte entwickelt werden, „wie die Herzen der Städte attraktiv und lebendig gestaltet werden können“. Ein bundesweites Leerstandskataster solle helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen.

Zudem fordert er ausdrücklich eine Stärkung des kommunalen Vorkaufsrechts für Immobilien in den Zentren. Nachdrücklich kritisierte Genth, dass Hilfsgelder für vom Lockdown betroffene Einzelhändler „überhaupt nicht“ ankämen. „Wir werden eine unglaubliche Pleitewelle erleben“, warnte er für den Fall, dass die Politik hier nicht umsteuert. Dann seien alle Bemühungen um Revitalisierung der Innenstädte umsonst.

„Hotellerie ist eine der tragenden Säulen“

Auf die Bedeutung der Hotellerie für belebte Innenstädte wies Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel-und Gaststättenverbands Dehoga, hin. Sie sei eine der tragenden Säulen. Touristen brächten Kaufkraft in die Städte, und das nütze auch dem Handel und der Gastronomie.

Hartges berichtete zudem von einer Umfrage, nach der Jüngere ihre Wohnortentscheidung zu 60 Prozent vom gastronomischen Angebot abhängig machten.

„Vielfalt der Innenstädte wiederherstellen“

„Mietausfälle, sinkende Mieteinnahmen und drohende Wertverluste der Immobilien“ als Folge zahlreicher Geschäftsaufgaben befürchtet Andreas Ibel, Präsident des Bundesverbands Freier Immobilien-und Wohnungsunternehmen. Um „erhebliche negative Effekte auf die Gesamtwirtschaft zu vermeiden“, bedürfe es dringend der Schadensbegrenzung. Dazu gehöre, „die in der Vergangenheit vernachlässigte Vielfalt der Innenstädte wiederherzustellen“.

Die dafür erforderlichen Investitionen müssten durch ein flexibles Planungs- und Baurecht ermöglicht werden. Die geplante Novelle des Baugesetzbuches allerdings hemme Investitionen statt sie zu fördern. Um die Kundenfrequenz in den Zentren zu steigern, müssten sie mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein, auch mit dem Auto. Früher habe man zu sehr auf den Pkw gesetzt, jetzt drohe die umgekehrte Übertreibung.

„Vorschriften im Baugesetzbuch lockern“

Iris Schöberl vom Zentralen Immobilien Ausschuss ZIA mahnte für jeden Standort individuelle Konzepte zur Revitalisierung der Innenstädte an, damit sich diese gegenüber dem Onlinehandel und Angeboten „auf der grünen Wiese“ behaupten können. Als ein Hemmnis sieht auch sie „planungsrechtliche Restriktionen“ der Städte und Gemeinden. Dazu kämen deren beschränkte Planungskapazitäten.

Zur Abhilfe schlägt sie eine, teilweise befristete, Lockerung von Vorschriften im Baugesetzbuch vor. Dafür solle das laufende Gesetzgebungsverfahren zum Baulandmobilisierungsgesetz genutzt werden. Schöberl wies auch darauf hin, dass Vermieter, die ihren Gewerbemietern in der Corona-Krise entgegengekommen sind, ihrerseits Zins- und Tilgungszahlungen herunterfahren mussten. Bisher seien die Banken hier kulant, bei einem abrupten Wertverfall aber würde das System in Schieflage kommen, warnte sie.

„Innenstadtfonds des Bundes kann Impulse setzen“

Einen „Fünf-Punkte-Plan zur Rettung der Innenstädte und Ortskerne“ legte Norbert Portz vom Deutschen Städte-und Gemeindebund den Abgeordneten im Bauausschuss vor. Als Folge der Pandemie sei mit der Schließung von bis zu 50.000 weiteren Einzelhandelsstandorten zu rechnen, heißt es darin. Deshalb müsse dringend gegengesteuert werden.

Dazu gehöre, neue Nutzungen in die Zentren zu bringen. Ein „Innenstadtfonds“ des Bundes, der aus einer neu zu schaffenden Abgabe für große Onlinehändler gespeist wird, könne hier „wichtige Impulse setzen“. Im laufenden Gesetzgebungsverfahren für ein Baulandmobilisierungsgesetz solle zudem das kommunale Vorkaufsrecht gestärkt werden.

Vor „vorschnellen Änderungen“ im Baurecht gewarnt

Hilmar von Lojewski vom Deutschen Städtetag wies darauf hin, dass an vielen Orten „dem Bedürfnis nach Erlebnis über den eigentlichen Einkauf hinaus nicht mehr entsprochen wird“. Bei einem anhaltenden Trend zum Homeoffice erwarte er, dass Büro- und Dienstleistungsflächen in den Innenstädten ungenutzt bleiben und dadurch zusätzliche Kaufkraft abfließt.

Dennoch zeigte er sich „vergleichsweise optimistisch“. Die Städte hätten zwei Kaufhaus-Schließungswellen hinter sich, und viele hätten das „zur Stärkung der Vielfalt genutzt“. Er warnte vor vorschnellen Änderungen im Baurecht. Man solle das laufende Gesetzgebungsverfahren nicht überfrachten und weitergehende Änderungen erst erproben, bevor sie verbindlich werden.

„Investitionsförderung für den Stadtumbau weiterentwickeln“

Eva Witt von der staatlichen KfW-Bankengruppe wies darauf hin, dass das Problem verödeter Ortskerne bundesweit unterschiedliche Ursachen habe und deshalb maßgeschneiderte Lösungsansätze erfordere.

Sie schlug vor, die bestehende Konzept- und Investitionsförderung für den Stadtumbau weiterzuentwickeln. Derzeit arbeite die KfW zudem an einer „Kreditförderung Nachhaltige Mobilität“. (pst/14.01.2021)

Dokumente

  • 19/23941 - Antrag: Unsere Innenstädte fit für die Zukunft machen
    PDF | 319 KB — Status: 03.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24658 - Antrag: Innenstädte als Heimatraum - Lebensfähigkeit entwickeln, Verödung stoppen
    PDF | 273 KB — Status: 25.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24661 - Antrag: Innenstädte erhalten, Umnutzung von Gewerbeimmobilien erleichtern
    PDF | 246 KB — Status: 25.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/25258 - Antrag: Innenstädte retten - Gemischte und lebenswerte Nachbarschaften schaffen
    PDF | 254 KB — Status: 15.12.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/25296 - Antrag: Neuer Schwung für unsere Innenstädte
    PDF | 276 KB — Status: 15.12.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Tagesordnung

  • 66. Sitzung am Mittwoch, 13. Januar 2021, 10:30 Uhr - öffentliche Anhörung

Protokolle

  • Wortprotokoll der 66. Sitzung

Sachverständigenliste

  • Sachverständigenliste zur öffentlichen Anhörung am 13. Januar 2021

Stellungnahmen

  • Stellungnahme Frauke Burgdorff (Stadtbaurätin, Stadt Aachen, Dezernat III - Planung, Bau und Mobilität) für die öffentliche Anhörung am 13. Januar 2021 - A-Drs. 19(24)251-A
  • Stellungnahme Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger (HafenCity Universität Hamburg, Fachbereich Stadtplanung, Fachgebiet Projektplanung und Projektmanagement) für die öffentliche Anhörung am 13. Januar 2021 - A-Drs. 19(24)251-B
  • Stellungnahme Hilmar von Lojewski (Beigeordneter und Leiter der Abteilung Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen und Verkehr) für die öffentliche Anhörung am 13. Januar 2021 - A-Drs. 19(24)251-C
  • Stellungnahme Eva Witt (Direktorin der Kreditanstalt für Wiederaufbau, Leiterin des Bereichs Individualfinanzierung und öffentliche Kunden) für die öffentliche Anhörung am 13. Januar 2021 - A-Drs. 19(24)251-D
  • Stellungnahme Norbert Portz (Beigeordneter und Leiter der Abteilung Stadtentwicklung, Raumordnung, Planungsrecht, Umwelt, Land- und Forstwirtschaft, Vergaberecht, Deutscher Städte- und Gemeindebund) für die öffentliche Anhörung am 13. Januar 2021 - A-Drs. 19(24)251-E
  • Stellungnahme Stefan Genth (Hauptgeschäftsführer Handelsverband Deutschland - HDE e. V.) für die öffentliche Anhörung am 13. Januar 2021 - A-Drs. 19(24)251-F
  • Stellungnahme Andreas Ibel (Präsident Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen) für die öffentliche Anhörung am 13. Januar 2021 - A-Drs. 19(24)251-G
  • Stellungnahme Iris Schöberl (Sprecherin Region Süd und Ausschussvorsitzende Handel, Zentraler Immobilien Ausschuss) für die öffentliche Anhörung am 13. Januar 2021 - A-Drs. 19(24)251-H
  • Stellungnahme Monika Fontaine-Kretschmer (Stellvertretende Sprecherin des Vorstandes des Bundesverbandes "Die Stadtentwickler") für die öffentliche Anhörung am 13. Januar 2021 - A-Drs. 19(24)251-I

Weitere Informationen

  • Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen
  • Unangeforderte Stellungnahme DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag) für die öffentliche Anhörung am 13. Januar 2021 - A-Drs. 19(24)257
  • Unangeforderte Stellungnahme BAK (Bundesarchitektenkammer e. V.) für die öffentliche Anhörung am 13. Januar 2021 - A-Drs. 19(24)258

Herausgeber

Deutscher Bundestag, Online-Dienste

Stadtentwicklung

Bundestag lehnt Anträge der Opposition zur Rettung der Innenstädte ab

Der Bundestag hat am Freitag, 26. März 2021, fünf Anträgen der Oppositionsfraktionen zur Rettung der Innenstädte abgelehnt. So wollte die AfD deren Lebensfähigkeit entwickeln und Verödung stoppen (19/24658), aber auch die Umnutzung von Gewerbeimmobilien erleichtern (19/24661). Beide Anträge wurden mit den Stimmen der übrigen Fraktionen abgelehnt.

Die FDP wollte „mehr Schwung für unsere Innenstädte“ (19/25296). Die AfD enthielt sich bei ihrem Antrag, die übrigen Fraktionen lehnten ihn ab. Die Linksfraktion wollte „Innenstädte retten – Gemischte und lebenswerte Nachbarschaften schaffen“ (19/25258). Ihr Antrag wurde auch von den Grünen unterstützt, während die übrigen Fraktionen dagegen votierten. Schließlich drangen Bündnis 90/Die Grünen darauf, „unsere Innenstädte fit für die Zukunft“ zu machen (19/23941). Die Linke enthielt sich in der Abstimmung, die übrigen Fraktionen votierten dagegen. Zu den Abstimmungen lag eine Beschlussempfehlung des Ausschusses für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen vor (19/27919).

Abgelehnte Anträge der AfD

Nach dem Willen der AfD (19/24658) sollten Kommunen die Möglichkeit erhalten, Innenstadtmanager nach dem Vorbild eines Centermanagements einzusetzen. Diese sollten auf eine richtige Mischung von Handel und Gewerbe achten und sich Leerständen widmen. Auch sollte kostenloses WLAN in Innenstädten gefördert werden. Darüber hinaus ging es den Abgeordneten um mehr Freiheit und Platz für Autos in der Innenstadt. Zentren müssten für den motorisierten Individualverkehr attraktiver werden.

In ihrem zweiten Antrag (19/24661) plädierte die AfD für Ausnahmetatbestände im Bauplanungsrecht, nach denen Nutzungsänderungen von Einzelhandelsimmobilien leichter genehmigt werden können. Bedingung sei, dass die Beeinträchtigungen für Nachbarn im Rahmen bleiben. Außerdem sollte die kleinteilige Nutzungsmischung von Gewerbeimmobilien generell rechtlich erleichtert werden, hieß es in dem Antrag.

Abgelehnte Anträge von FDP, Linksfraktion und Grünen

Die FDP-Fraktion schlug in ihrem abgelehnten Antrag (19/25296) ein Bündel von Maßnahmen wie mehr Sonntagsöffnungen, weniger Bürokratie für den Handel und Erleichterungen bei der Gewerbesteuer vor. Experimentierklauseln im Lärmschutz sollten Chancen für gemischt genutzte Quartiere eröffnen.

Die Fraktion Die Linke forderte in ihrem abgelehnten Antrag (19/25258) ein mit 500 Millionen Euro ausgestattetes Notfallprogramm, um Kommunen und Gewerbetreibenden bei den Auswirkungen der Corona-Krise zu helfen. Außerdem sollten die Städtebauförderung um etwa 1,2 Milliarden auf zwei Milliarden Euro pro Jahr aufgestockt und der Eigenanteil finanzschwacher Kommunen gestrichen werden.

Für einen Innenstadt-Krisengipfel und eine Stärkung des Immobilien- und Bodenkaufs durch Kommunen plädierte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in ihrem abgelehnten Antrag (19/23941). Ein Städtebau-Notfallfonds in Höhe von 500 Millionen Euro sollte den Städten die Möglichkeit geben, innovative Konzepte unter Mitwirkung der Bevölkerung zu entwickeln, leerstehende Immobilien anzukaufen und die Ansiedlung gemeinnütziger Institutionen zu fördern. Daran müssten sich auch private Akteure aus der Gemeinde beteiligen. (pez/sas/26.03.2021)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Wolfgang Kubicki

Wolfgang Kubicki

© Wolfgang Kubicki/ Tobias Koch

Kubicki, Wolfgang

Bundestagsvizepräsident

()
Torsten Schweiger

Torsten Schweiger

© Deutscher Bundestag / Inga Haar

Schweiger, Torsten

CDU/CSU

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Udo Theodor Hemmelgarn

Udo Theodor Hemmelgarn

© Udo Hemmelgarn

Hemmelgarn, Udo Theodor

AfD

()
Bernhard Daldrup

Bernhard Daldrup

© Bernhard Daldrup/ Elias Domsch

Daldrup, Bernhard

SPD

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Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

© Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann/Jasco Denzel

Strack-Zimmermann, Dr. Marie-Agnes

FDP

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Caren Lay

Caren Lay

© Caren Lay/ Frank Grätz

Lay, Caren

Die Linke

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Daniela Wagner

Daniela Wagner

© Bündnis 90/ Die Grünen Bundestagsfraktion/ Kaminski

Wagner, Daniela

Bündnis 90/Die Grünen

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Emmi Zeulner

Emmi Zeulner

© Emmi Zeulner/ Hendrik Steffens

Zeulner, Emmi

CDU/CSU

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Dorothee Martin

Dorothee Martin

© photothek

Martin, Dorothee

SPD

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Eckhard Pols

Eckhard Pols

© Eckhard Pols / Jörg Ahlfeld

Pols, Eckhard

CDU/CSU

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Wolfgang Kubicki

Wolfgang Kubicki

© Wolfgang Kubicki/ Tobias Koch

Kubicki, Wolfgang

Bundestagsvizepräsident

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Dokumente

  • 19/23941 - Antrag: Unsere Innenstädte fit für die Zukunft machen
    PDF | 319 KB — Status: 03.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24658 - Antrag: Innenstädte als Heimatraum - Lebensfähigkeit entwickeln, Verödung stoppen
    PDF | 273 KB — Status: 25.11.2020
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 19/24661 - Antrag: Innenstädte erhalten, Umnutzung von Gewerbeimmobilien erleichtern
    PDF | 246 KB — Status: 25.11.2020
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  • 19/25258 - Antrag: Innenstädte retten - Gemischte und lebenswerte Nachbarschaften schaffen
    PDF | 254 KB — Status: 15.12.2020
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  • 19/25296 - Antrag: Neuer Schwung für unsere Innenstädte
    PDF | 276 KB — Status: 15.12.2020
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  • 19/27919 - Beschlussempfehlung und Bericht: a) zu dem Antrag der Abgeordneten Marc Bernhard, Frank Magnitz, Udo Theodor Hemmelgarn, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD - Drucksache 19/24658 - Innenstädte als Heimatraum - Lebensfähigkeit entwickeln, Verödung stoppen b) zu dem Antrag der Abgeordneten Marc Bernhard, Udo Theodor Hemmelgarn, Frank Magnitz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD - Drucksache 19/24661 - Innenstädte erhalten, Umnutzung von Gewerbeimmobilien erleichtern c) zu dem Antrag der Abgeordneten Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Manfred Todtenhausen, Hagen Reinhold, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP - Drucksache 19/25296 - Neuer Schwung für unsere Innenstädte d) zu dem Antrag der Abgeordneten Caren Lay, Pascal Meiser, Dr. Gesine Lötzsch, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. - Drucksache 19/25258 - Innenstädte retten - Gemischte und lebenswerte Nachbarschaften schaffen e) zu dem Antrag der Abgeordneten Daniela Wagner, Christian Kühn (Tübingen), Claudia Müller, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 19/23941 - Unsere Innenstädte fit für die Zukunft machen
    PDF | 331 KB — Status: 24.03.2021
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  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Beschlussempfehlung 19/27919 Buchstabe a (Antrag 19/24658 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/27919 Buchstabe b (Antrag 19/24661 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/27919 Buchstabe c (Antrag 19/25296 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/27919 Buchstabe d (Antrag 19/25258 ablehnen) angenommen
  • Beschlussempfehlung 19/27919 Buchstabe e (Antrag 19/23941 ablehnen) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

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Stand: 30.08.2025